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links: Regisseurin Doris Dörrie

© Majestic Filmverleih

Psychoanalyse und Film

Grüße aus Fukushima

Doris Dörrie, Deutschland 2016, 104 Minuten

Rosalie Thomass, Kaori Momoi, Nami Kamata, Moshe Cohen, Honsho Hayasaka, Nanoko, Aya Irizuki

Anschließend Referat und Diskussion mit Dipl.-Psych. Uta Scheferling und Dr. phil. Georg Baumann (Diplom- Psychologe)

Marie fegt gemeinsam mit Satomi eine Hütte © Majestic Filmverleih

Szene aus "Grüße aus Fukushima"

Auf der Flucht vor zerplatzten Lebensträumen reist die junge Deutsche Marie für die Organisation Clowns4Help nach Fukushima, um den überlebenden Opfern der Katastrophe von 2011, die dort immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude zu bringen. Eine Aufgabe, für die Marie, das muss sie sich bald eingestehen, überhaupt nicht geeignet ist. Doch bevor sie erneut davonläuft, beschließt sie, ausgerechnet bei der störrischen Satomi zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will.

Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, die aber beide – jede auf ihre Art – in der Vergangenheit gefangen sind und lernen müssen, sich von den Geistern ihrer Erinnerung zu befreien.

Durch welche inneren Motive ist das Reisen in unbekannte Länder und Kulturen gespeist? Was entdecken Reisende in der Fremde, wenn es bei dem Ethnologen Claude Lévi-Strauss doch heißt: „In der Fremde begegnen wir immer nur uns selbst“? Wie wirken sich die unbekannten und zunächst unverstehbaren Eindrücke auf Reisende aus? In der Beschäftigung mit diesem Film möchten wir uns in den äußeren und inneren Grenzgebieten bewegen, in denen das Eigene, Vertraute mit dem Anderen, Unvertrauten in Wechselwirkung gerät. Dabei ist „die Fremde“ nicht nur das ferne, unbekannte Land, es ist ebenso die andere Person als auch das Unbewusste im Subjekt. Wie kann es gelingen, mit dem Fremden im Außen und auch mit dem Fremden, Verstörenden in unserem Inneren vertrauter zu werden, in einen fruchtbaren Austausch zu kommen, um dadurch neue, bereichernde Erfahrungen machen zu können? Diese Fragen möchten wir im Anschluss des Films gemeinsam mit dem Filmpublikum diskutieren.

Termin(e): 03.02.2020 ab 19:30 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
7,50 Euro / 5,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.