Psychoanalyse und Film

Vor der Morgenröte - Stefan Zweig in Amerika

Stefan Zweig (Josef Hader) und Emil Ludwig (Charly Hübner) auf dem P.E.N. Kongress in Buenos Aires

Maria Schrader, Deutschland/Frankreich/Österreich 2016, 106 Minuten

Anschließend Referat und Diskussion mit Dipl-Psych. Gertrud Corman-Bergau und Martin Bergau, Theologe

Stefan Zweig (Josef Hader) bei der Pressekonferenz auf dem P.E.N. Kongress in Buenos Aires

mit Josef Hader, Barbara Sukowa, Aenne Schwarz, Matthias Brandt, Charly Hübner

Der Film erzählt episodisch aus dem Leben des im Exil lebenden und weltweit bekannten Schriftstellers Stefan Zweig. Er ist auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Der Film setzt im Jahr 1936 ein. Stefan Zweig ist Teilnehmer des 14. Kongresses der Autorenvereinigung PEN in Buenos Aires. Die versammelte Gesellschaft erwartet von ihm eine eindeutige Stellungnahme gegen den europäischen Faschismus und gegen die Rassenpolitik der Nationalsozialisten. Zeitgleich ersuchen bedrängte Menschen bei ihm um Unterstützung zur Ausreise aus dem deutschsprachigen Europa.

Stefan Zweig ahnte bereits seit Langem eine bevorstehende Katastrophe in Deutschland, dies auch führte ihn zur Ausreise. Nun aber ringt er verzweifelnd mit sich und seiner Haltung.

Vor der Morgenröte ist die Geschichte eines Exilierten. Es ist die Geschichte vom Verlieren der alten und der Frage nach einer neuen Heimat. Der Film bearbeitet biografisches Material über das Schicksal des Schriftstellers und seiner jungen Ehefrau, wir begegnen in Bildern der prachtvollen Farbenvielfalt Südamerikas und seiner Hitze ebenso wie dem bitterkalten winterlichen New York. Dorthin ist seine frühere Ehefrau mit ihrer Familie emigriert. Die Bildmontagen verweisen auf den Konflikt, innere und äußere Wirklichkeit, Triebhaftes, Verwirrendes und Vernünftiges miteinander in Kontakt zu bringen. Verzweiflung über Krieg, Krankheit und Überforderung lassen uns als Zusehende das Ungesagte und nicht Gezeigte erahnen. Die Komplexität einer Situation im Exil: gefeiert, genutzt und zugleich verloren zu sein.

Termine

05.12.2022 ab 19:30 Uhr

Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover

Standard

7,50 €

Ermäßigt

5,50 Euro / Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger*innen und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.

Freier Eintritt

Hannover-Aktiv-Pass-Inhaber*innen gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -Vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 13.00 bis 17.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.