XmasMovies Adventskalender

10. Türchen: Briget Jones

Schokolade zum Frühstück - oder gemütlich auf dem Sofa mit diesem grandiös lustigen Weihnachtsklassiker! Doch was hat Bridget Jones mit Jane Austens "Stolz und Vorurteil" zu tun? Und wie schaffte es Renée Zellweger (Bridget Jones) undercover an den Schreibtisch eines echten Verlages?

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Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück
(Großbritannien/Irland/Frankreich 2001, 97 Minuten) Romantische Komödie
https://www.youtube.com/watch?v=0_xDqUQA5A8

Handlung

Auch nachdem Bridget Jones am Neujahrstag beschlossen hat, ihr Leben in den Griff zu kriegen, geht doch irgendwie jeder Versuch abzunehmen, das Rauchen sein zu lassen oder den perfekten Mann zu finden in die Hose. Bridgets Tollpatschigkeit macht sie aber sehr sympathisch – findet auch ihr arroganter, aber schrecklich charmanter Chef Daniel Cleaver (Hugh Grant), der sich zwar für eine Affäre eignet, aber vielleicht doch nicht so traumhaft ist wie Bridget ihn gerne hätte. Ist vielleicht Anwalt Mark Darcy (Colin Firth) der Mann, nachdem Bridget sucht? Auf keinen Fall! Mark ist viel zu langweilig und versteift. Oder hat er noch eine andere Seite?

Egal ob Bridget auf einer Gala Reden schwingt, mit ihren chaotischen Freund*innen ausgeht oder sich auf einer Familienfeier für ihre 30-jähriges Single Dasein rechtfertigen muss – lachen, mit ihr oder über sie, muss man auf jeden Fall.

Fun-Facts

Die Komödie von Sharon Maguire basiert auf dem gleichnamigen Roman von Helen Fielding, welcher sich als eine moderne Variante von Stolz und Vorurteil von Jane Austen betrachtet. Apropos bekannte Schriftsteller*innen, bei einer Buchvorstellungsgala des Verlags stellt Bridget drei Romanisten vor, die ganz genau so existieren. Humoristisch selbstinszeniert haben sich hierbei die Autoren Salman Rushdie, Jeffrey Archer und Julian Barnes.

Die Schauspielerin Renée Zellweger bereitete sich ausgiebig auf die Rolle der Bridget Jones vor. So arbeitete sie mehrere Monate in einem Verlagshaus und gab sich als „Bridget Cavendish“ aus, Schwester von Jonathan Cavendish, der einer der Produzenten des Films und ein Freund des Verlagschefs war. Vor Ort erkannte man sie angeblich nicht, weil sie einen anderen Namen benutze und mit einem starken britischen Akzent sprach. Selbst als sie ein Bild von ihrem damaligen Freund Jim Carrey auf ihren Schreibtisch stellte, hielt man sie eher für verrückt als berühmt.

Das mit dem Britischen war nicht leicht für Renée, schließlich ist sie eigentlich Amerikanerin. Dies fanden einige Fans des Romans zunächst skandalös, weil die sehr britische-Bridget in ihren Augen auch von einer echten Britin verkörpert werden sollte. Die Schauspielerin bemühte sich allerdings sehr das Ganze natürlich rüberzubringen und sprach am Set nur britisches Englisch, selbst wenn gerade nicht gedreht wurde. Hugh Grant sagte, er hätte sie erst auf Feier zum Drehende mit ihrem amerikanischen Akzent sprechen hören. Mit ihrer Performance waren schließlich nicht nur die Fans mehr als zufrieden, Renée Zellweger erhielt für ihre schauspielerische Leistung mehrere Nominierungen für prestigeträchtige Filmpreise, unter anderem für einen Oscar, einen Golden Globe Award und den MTV Movie Award.

Nun machen wir einen kurzen Abstecher zurück zu Stolz und Vorurteil: Mark Darcy und Fitzwilliam Darcy… klingt ähnlich? Kein Wunder, Mark Darcy ist quasi das moderne Äquivalent der Figur aus dem Jane Austen Roman und wurde sowohl in einer britischen Fernsehverfilmung des Klassikers 1995, als auch in Bridget Jones von keinem anderen als Colin Firth gespielt.
Marks Arbeitskollegin und kurzeitige Verlobte Natasha wird übrigens von Embeth Davidtz gespielt, die auch die liebevolle Lehrerin „Frau Honig“ in dem Film Matilda verkörperte. Ihr habt sie nicht wiedererkannt? Kein Wunder, ist doch Natasha anders als Frau Honig eiskalt und fies.

Wer auch als eine Figur im Film vorkommt, ist die Regisseurin selbst. Bridgets Freundin Shazza (die, die ständig „scheiße!“ sagt), basiert auf ihr, da sie eine Freundin von Helen Fielding, Autorin der Buchvorlage, ist. Die Trilogie ist eine der wenigen Filmreihen, bei der ausschließlich von Frauen Regie geführt wurde und bislang die einzige Romcom mit zwei Fortsetzungen.

Trotz dessen, dass der Film nicht ausschließlich um Weihnachten herum spielt, ist er doch ein Christmas Must-See, weil er einfach so gemütlich und witzig ist, das man sich mit Tee und Weihnachtsplätzen auf die Couch lümmeln und die Reihe binge-watchen will.

Wo schauen?

17.12.2022 um 20:15 Uhr ZDF Neo
25.12.2022 um 01:05 Uhr ZDF

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