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15. Türchen: 10 Top Verfilmungen von Charles Dickens "A Christmas Carol"

Die weihnachtliche Erzählung von Charles Dickens wurde einige Mal verfilmt. Bei Wikipedia gibt es insgesamt 37 Einträge für Kino- und Fernsehadaptionen! Einige halten sich genau an die Literaturvorlage, andere parodieren sie. Es tauchen Stars auf, wie Bill Murray oder Kermit von der Muppetshow. Es wurde geschauspielert und animiert. Die 10 sehenswertesten Filme möchte ich euch heute und morgen chronologisch vorstellen, viel Spaß!

Handlung der Erzählung von 1843

Der griesgrämige alte Geschäftsmann Ebenezer Scrooge hat sich ganz der Arbeit und dem Geld verschrieben. Deshalb hält er überhaupt nichts von Nächstenliebe und Weihnachten, „Humbug!“ sagt er dazu. An einem Heiligabend gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist Scrooge wieder mal ganz er selbst: Die Einladung zum Weihnachtsessen bei seinem Neffen schlägt er aus, er nennt seinen eigentlich recht fleißigen Mitarbeiter faul und verweigert eine Feiertagsspende an die Armen. Nachts erscheint ihm der Geist seines ehemaligen Geschäftspartners Marley. Dieser rät Scrooge nicht mehr so kaltherzig und geizig zu sein, sonst müsse er dafür büßen. In dieser Nacht besuchen Scrooge noch drei weitere Geister, die versuchen, ihn zu bekehren, indem sie ihm vergangene Weihnachtsfeste, das gegenwärtige und zukünftige zeigen. Scrooge sieht seine große Liebe, die er wegen seiner Gier verließ. Er sieht das verarmte Weihnachtfest das sein Angestellter Zuhause feiert und dessen gehbehinderten und abgemagerten Sohn. Schließlich sieht er seinen eigenen Tod, über den aufgrund seiner unfreundlichen Persönlichkeit niemand traurig ist. Am nächsten Morgen erwacht der alte Mann aus seinen schreckerfüllten Träumen und will sein Leben ändern. Er kaufte einen Truthahn für seinen Angestellten, geht zum Weihnachtsessen zu seinem Neffen und spendet schließlich großzügig an die Armen.

Top Verfilmungen (die ersten 4)

Scrooge, or Marley’s Ghost
(Großbritannien 1901, 11 Minuten)

Auch wenn einige davon ausgehen, dass das amerikanische A Christmas Carol von 1908 die erste Verfilmung des Klassikers ist, gibt es doch noch diesen früheren britischen Stummfilm von 1901. Ursprünglich war der Film elf Minuten lang, dem British-Film-Institut liegen heute allerdings nur noch knappe dreieinhalb Minuten vor. Diese sind öffentlich zugänglich, man kann sie sich auf Youtube ansehen (https://www.youtube.com/watch?v=O9Mk-B7MKP8). Ähnlich verhält es sich mit dem Stummfilm von 1908, von dem keine vorführbare Kopie mehr existiert und der als verschollen gilt. Bei dieser Variante spielt Tom Ricketts die Rolle des Scrooge. Fun-Fact: Der Schauspieler war angeblich der Regisseur des ersten Films der jemals in Hollywood gedreht wurde.
Beide Verfilmungen halten sich an die Literaturvorlage, es gibt jeweils nur kleine Änderungen.

Eine Weihnachtsgeschichte
(Großbritannien 1951, 86 Minuten)

Bei dieser weitgehend originalgetreuen schwarz-weiß Verfilmung von Brian Desmond Hursts wurde lediglich der Fokus mehr auf Scrooge‘s Vergangenheit gelegt. Dabei wurde die Figur des Mr. Jorkin hinzugefügt, ihn gab es in der Dickens-Erzählung nicht. In der Verfilmung von 1951 lehrt er den jungen Scrooge als einer seiner ersten Chefs, Geld gierig und geizig zu sein. Das Ergebnis ist eine sehr humorvolle und allseits beliebte Version der Erzählung, Alastair Sim in der Hauptrolle.

Mickys Weihnachtserzählung
(USA 1983, 25 Minuten)

Dies ist die zweite Zeichentrick Verfilmung der Weihnachtserzählung und Disney hat dabei tief in seine Figuren-Schatztruhe gegriffen. Herausgezaubert wurden Dagobert Duck als Scrooge – es könnte passender nicht sein! – Micky Maus als eifriger Angestellter, Goofy als ehemaliger Partner Marley und Jiminy Cricket (aus „Pinocchio“), Willi der Riese (aus „Micky und die Bohnenstange“) und Kater Karlo verkörpern die der Geister. Der Kurzfilm war der erste Micky Maus Film nach 30 Jahren Pause und ein gelungenes Come-Back.

Die Geister die ich rief…
(USA 1988, 102 Minuten)

Dickens mal etwas anders: Die Mediensatire mit Bill Murray peppt Weihnachten richtig auf! Frank Cross, der als empathieloser und verhasster TV-Produzent ebenso wie Scrooge aus dem Original nur Geld und Ruhm im Kopf hat, erscheinen an Heiligabend ein heruntergekommener Taxifahrer, eine aufmüpfige Fee und ein Sensenmann mit einem Monitor anstatt eines Kopfes als Geister, die ihn zu einer freundlicheren Persönlichkeit ermutigen wollen. Sehr actionreich und mit großartigem Makeup, das sogar für einen Oscar nominiert wurde, setzt der Film die Erzählung ganz modern in Szene. Trotzdem enthält er eine Referenz zum Original, denn zu Beginn produziert Frank Cross eine makabre Version der Dickens Weihnachtsgeschichte, mit der er einige seiner Mitarbeitenden finanziell ruiniert.

Fun-Fact: Bill Murray schaffte es, dass all seine drei Brüder im Film eine Minirolle spielen konnten. So ist sein Filmbruder James Cross tatsächlich mit ihm verwandt, da er von John Murray verkörpert wird.