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Artikel der Woche 7.12.2020

Was passierte vor 22 Jahren, vor 57, vor 100 Jahren…? Ein wöchentlicher Blick in die Geschichte von Film und Kino.

Geschrieben von Joris Coerdt (FSJ-Kultur 2019/2020)

Zu sehen ist Georges Méliès geschätzt im jahre 1890. © gemeinfrei

Georges Méliès (ca. 1890)

8. Dezember 1861: Wenn es um Pioniere der Filmgeschichte geht, dann kommt man an Georges Méliès, an diesem Tag in Paris geboren, einfach nicht vorbei. Méliès wurde weit vor der Erfindung des Mediums geboren und konnte so schon in den Kindestages des Kinos die Kunst wesentlich beeinflussen.  Der Franzose hatte eine Passion für Zauberkunst, was man auch unschwer an seinen Filmen erkennen kann. Seine Werke sind deshalb so wichtig und bahnbrechend, weil sie mitunter dafür verantwortlich sind, dass der Film vom Jahrmarktkino zur Kunst des Geschichtenerzählens wurde. In weit über tausend Filmen entwickelte der Mann das Medium weiter und weiter, experimentierte mit Tricktechnik, Montage und erfand nebenbei die Stopmotion. Besonders bekannt dürfte sein von Jules Verne inspirierter „Die Reise zum Mond“ von 1902 sein, der damit auch der erste Science-Fiction-Film überhaupt war. Aber Méliès war auch dokumentarisch aktiv und schuf etwa eine Reihe zur Dreyfus-Affäre. Der frühe Magier des Kinos wurde später mit dem Roman „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ gewürdigt, den Martin Scorsese 2011 verfilmte. Eines ist sicher: Das heutige Kino würde ohne Georges Méliès so nicht existieren.