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Koki-August-Programm

Unser August-Titelbild besteht aus zwei Fotos aus dem Film What you gonna do when the world's on fire: im Hintergrund gehen zwei farbige Jungen eine Straße entlang. Im Dreieck der Ausschnitt eines Mannes mit Sonnenbrille, der die Arme in die Höhe reckt. © Grandfilm / Kommunales Kino

Szenenbilder aus "What you gonna do when the world's on fire"

Liebe Freundinnen und Freunde des Kinos im Künstlerhaus!

Noch immer können wir nicht „volle Kraft voraus“ fahren. Noch immer prägt die Pandemie unsere Programmgestaltung, schränkt uns in vielerlei Hinsicht ein, zwingt zu „halben Sachen“. Hier sehen Sie also nun ein halbes Augustprogramm– halb open air – halb indoor! – Aber das Ganze ist trotz aller „Halbheiten“ dennoch ein kleines, feines Programm geworden, abstandsgeregelt im dunklen Kinosaal oder für Frischluftfans in unserem Sommerkino auf dem Hof.

Wir setzen unsere Fellini-Hommage und unsere Feier des Kinos fort mit einem der Meilensteine der Filmgeschichte, mit La Dolce Vita; wir freuen uns, dass wir mit Die Kordillere der Träume nun Patricio Guzmans letzten Teil seiner poetisch-analytischen Trilogie über sein Heimatland Chile im Programm haben; und mit Der See der wilden Gänse präsentiert der chinesische Regisseur Diao Yinan, der 2014 mit „Feuerwerk am hellichten Tage“ den Goldenen Bären gewann, seinen neuesten Film, ein fulminantes, gewaltvolles, aber dennoch höchst poetisches und visuell beeindruckendes Genrestück, das gleichzeitig alle Genreregeln unterläuft; und ein Thema beschäftigt uns weiterhin, muss uns beschäftigen: Black Lives Matter! Drei Filme dazu im Programm!

Im Rahmen unseres Sommerkinos im Hof kredenzen wir zahlreiche Highlights der Kinosaison, widmen den Abend mit Tarantinos Hateful 8 dem im Juli verstorbenen Komponisten Ennio Morricone, der für die Musik dieses Films einen OSCAR bekam. Und dann last but not least: zwei außergewöhnliche Open Air-Abende, die eine Verbindung schaffen werden von Live-Musik und Film. Auf eine szenische musik-literarische Aufführung des Ensemble Megaphon mit Gedichten von Mascha Kaléko und Musik aus mehreren Jahrhunderten folgt der Klassiker Menschen am Sonntag. Wie kaum ein anderer spiegelt dieser Film die Zeit der Lyrikerin Kaléko im Berlin Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre. Wir laden Sie ein zu einer künstlerisch-cineastischen Zeitreise.

Wir sehen uns im Kino – drinnen oder draußen.

Ralf Knobloch-Ziegan