HANNOVER.DE | Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Dezember 2019
12.2019
M D M D F S S
25 26 27 28 29 30 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31 1 2 3 4 5
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Zuletzt aktualisiert:

Sushikino

Ich wurde geboren, aber...

Yasujirō Ozu, Japan 1932, 100 Minuten, japanisches Original mit deutschen Untertiteln

Im Bild zu sehen sind in schwarz-weiß drei japanische Jungen, die auf einem Zaun sitzen und etwas beobachten. © trigon-film.org

Szene aus Ich wurde geboren, aber...

In Japan dauerten manche Kinoentwicklungen erheblich länger als in Hollywood, so auch der Wechsel von Stumm- zu Tonfilm. „Ich wurde geboren, aber…“ ist einer dieser späten Stummfilme, zeugt aber davon, dass der fehlende Ton keineswegs ein Nachteil für Japans Filmemacher war.

Der Film erzählt die Geschichte zweier Schuljungen, die feststellen müssen, dass ihr Vater gar kein so großer und erfolgreicher Typ ist, wie sie dachten, sondern vor seinem Chef ergebenst buckelt. Die zwei verlieren so den Glauben und Respekt an ihren Vater, was die Familie in eine Krise wirft.

Dieser Film ist einer der Beweise, dass Ozu sich nicht nur in die Alten einfühlen kann, sondern auch in die ganz kleinen. Er fängt ihre Lebensfreude beim Spielen, ihre Ängste vor älteren Jungs, ihre Trauer und Enttäuschung bei der Entdeckung der väterlichen Schwäche und den Trotz bei der folgenden Rebellion ein, ohne jemals auf sie herabzublicken. Diese Kinder sind echt, aus dem Leben gegriffen und benehmen sich, wie Kinder es nun mal tun. Umso mehr kann man als Zuschauer ihre Enttäuschung mitfühlen. Der Film ist zwar dann auch mal traurig, er ist aber auch immer wieder lustig, gewitzt und vor allem von einer alles durchdringenden humanistischen Schönheit. Zwar geht Ozu mit uns auch durch die schweren Zeiten, doch er lässt uns auch die schönen Momente von Harmonie und familiären Zusammensein erleben.

Nach fast 90 Jahren ist nichts vom Charme dieser Perle verloren gegangen, nichts von seiner Kraft und Wahrheit. In all der langen Zeit konnten nur die wenigsten so einen Zugang zu der Welt der Kinder finden wie „Ich wurde geboren, aber…“ es tat. Joris Coerdt

Termin(e): 19.01.2020 ab 18:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.