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Precious - Das Leben ist kostbar

Lee Daniels, USA 2009, 109 Minuten, englisches Original mit deutschen Untertiteln

Im Bild zu sehen, ist eine sehr korpulente Afroamerikanerin, die einen Weg entlang geht. Zwei Männer sehen ihr nach. © Prokino

Szene aus Precious -  Das Leben ist kostbar

Im New Yorker Stadtteil Harlem des Jahres 1987 ist Selbstbewusstsein dünn gesät. Doch kaum jemanden hat das Schicksal so hart getroffen wie Claireece Jones, genannt „Precious“. Nichts an ihrem Leben erscheint „wertvoll“. Das schwarze, schwer übergewichtige Mädchen ist mit seinen 16 Jahren schon durch jede Hölle gegangen. In der Schule gehänselt, von der Mutter misshandelt und vom Vater seit der Kindheit regelmäßig vergewaltigt, erwartet sie von diesem ihr zweites Kind. Die erste gemeinsame Tochter hat das Down Syndrom. Den Blick meist zu Boden gerichtet, möchte Precious sich am liebsten unsichtbar machen. Ihr Gang ist so schleppend wie ihr Sprechen. Sich auszudrücken fällt ihr schwer. Sie ist Analphabetin, hat im Leben wenig gelernt außer dem Gefühl der eigenen Wertlosigkeit. Tatsächlich klingt ihr Kosename wie Hohn.

In dieser Verfilmung des Romans „Push“ (1996) der afroamerikanischen Schriftstellerin Sapphire beschönigt Regisseur Lee Daniels nichts. Mit einem scharfen Blick für das afroamerikanische Trauma eines seit jeher überwiegend unterprivilegierten Lebens wagt er sich in Bereiche, die selbst Filmemacher/innen des Black Cinema gerne aussparen. Wenn Precious in den Spiegel blickt, sieht sie das Wunschbild einer schönen weißen Frau. Dieses grausame Zerrbild einer sozial erworbenen Selbstdiskriminierung ist nicht weniger real als die alltägliche Armut und Erniedrigung, die Precious durchlebt.

Precious wurde auf Grund seines radikalen Blicks von der Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen. Vor allem von afroamerikanischer Seite wurde kritisiert, Regisseur Daniels bestätige mit seiner drastischen Darstellung schwarzen Lebens rassistische Vorurteile eines weißen Publikums. Anderen gilt der Film als Ausdruck des wieder erwachten schwarzen Selbstwertgefühls in der Obama-Ära. Kinofenster.de

Termin(e): 21.02.2020 ab 18:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.