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Psychoanalyse und Film

Seefeuer - Fuocoammare

Gianfranco Rosi, Italien/Frankreich 2016, 108 Minuten, deutsche Untertitel (Italienisch)

mit Samuele Pucillo, Mattias Cucina, Samuele Caruana

Samuel (Hauptcharakter) verbringt Zeit auf dem Fischerboot seines Vaters © weltkino.de

Samuel (12) will, genauso wie sein Vater, Fischer werden.

Samuele ist gerade mal 12 Jahre alt und lebt auf Lampedusa. Seinen Alltag verbringt er meist damit, nach der Schule seine Freunde zu treffen oder mit seiner selbstgebauten Steinschleuder durch die Gegend zu streifen. Eines Tages will er wie sein Vater Fischer werden, denn auf der Mittelmeerinsel war das Leben schon immer sehr von dem beeinflusst, was die See so bringt. Doch seit einiger Zeit sind das nicht mehr nur Fische, sondern auch Menschen. Tausende Flüchtlinge kommen in kaum brauchbaren Booten und voller Verzweiflung, aber auch Hoffnung auf ein besseres Leben an den Stränden an. Denn obwohl Lampedusa zu Italien und damit zu Europa gehört, ist die Insel näher an Afrika gelegen und damit der ideale Ort, um einem Leben voller Gefahren zu entkommen. Für seine Dokumentation „Seefeuer“ beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi ein Jahr lang das Geschehen direkt vor Ort. filmstarts.de

Die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa ist kaum 70 km vom afrikanischen Festland entfernt. Sie ist zur Metapher für die tragischen Ereignisse der Fluchtbewegung nach Europa geworden. Gianfranco Rosi zeigt uns in seinem Dokumentarfilm zwei Welten auf Lampedusa in extremer Diskrepanz zwischen Ausnahmezustand und Normalität: Das Schicksal der von der Küstenwache lebend oder tot geborgenen Flüchtlinge und den davon wenig berührten Inselalltag der Einwohner. Es scheint, als wenn sich diese zwei Welten auf kleinstem Raum kaum berühren.

In dem Vortrag soll jenseits eines Betroffenheitskomplexes u.a. am Beispiel des Fischersohnes Samuele diskutiert werden, wie Verdrängung und Verleugnung in ihrer Wiederkehr in Form von Symptombildungen darüber Auskunft geben, dass diese zwei Welten innerpsychisch hochwirksam zusammenkommen und eine Dynamik entfalten, die alle Beteiligten, auch die Zuschauer im Kino, verändert.

Anschließend Referat und Diskussion mit Dipl.-Psych. Uta Scheferling und Dr. phil. Georg Baumann (Diplom- Psychologe)

Termin(e): 04.02.2019 ab 19:30 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
7,50 Euro / 5,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.