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En guerre

Stéphane Brizé, Frankreich 2018, 114 Minuten, französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

mit Vincent Lindon, Mélanie Rover, Jacques Borderie, David Rey, Olivier Lemaire, Martin Hauser

Auf dem Bild sind ein paar Menschen die Plakate hochhalten. Einer von ihnen spricht in ein Mikrofon und wird dabei gefilmt. © Neue Visionen Filmverleih

Szene aus "Streik".

Im Arbeitskampf

„Das Gesetz des Marktes“ hieß wörtlich übersetzt der vorherige Film von Stéphane Brizé (La loi du marche), der in Deutschland unter dem Titel Der Wert des Menschen in die Kinos kam. Und das wäre eigentlich auch ein überaus zutreffender Titel für sein neues Werk En Guerre, das im Wettbewerb des Filmfestivals von Cannes 2018 zu sehen war: Abermals spielt Vincent Lindon einen einfachen Mann aus der Arbeiterschicht, der angesichts der Auswirkungen eines aggressiven Kapitalismus mit den Folgen der Globalisierung kämpfen muss.

Trotz weitreichender finanzieller Zugeständnisse und einer vor zwei Jahren unterzeichneten Vereinbarung, die den Schutz der Arbeitsplätze garantieren sollen, haben die Bosse anders entschieden: Das Werk des Autozulieferers Perrin in einer strukturschwachen Gegend Frankreichs soll schließen – so wurde es beim deutschen Mutterkonzern beschlossen. Damit ist die Zukunft von 1100 Arbeiter*innen gefährdet, denn andere Jobs gibt es in dieser Region kaum. Die Reaktionen lassen nicht lange auf sich warten: Unter Führung des Gewerkschafters Laurent Amédéo (Vincent Lindon) formiert sich der Widerstand. Die Arbeiter gehen auf die Barrikaden und fordern sowohl die französische wie deutsche Geschäftsleitung zu Gesprächen auf. Und dank ihrer Hartnäckigkeit gelingt es ihnen immer wieder, kleine Teilsiege zu erringen – trotz enttäuschender Signale aus der Justiz und einem Engagement der Politik, das sich allenfalls auf symbolische Handlungen beschränkt. Doch eine einzelne siegreich verlaufene Schlacht bedeutet keinesfalls einen gewonnenen Krieg, zumal sich auch die Arbeiterschaft keinesfalls einig ist. So geraten die Arbeiter, aber auch Laurent, immer mehr unter Druck, während die Manager sich immer wieder der Verantwortung entziehen und auf die abstrakten Gesetze des Marktes verweisen, denen man unterworfen sei. Kino-zeit.de

Termin(e): 25.04.2019 ab 20:15 Uhr
27.04.2019 ab 20:15 Uhr
28.04.2019 ab 20:15 Uhr
30.04.2019 ab 17:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.