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Christine Repond, Schweiz 2018, 80 Minuten Orgiginalfassung (Deutsch/Schweizerdeutsch) mit deutschen Untertiteln

mit Barbara Auer, Robert Hunger-Bühler, Orianna Schrage, Anna Katharina Müller

Eine von der Seitenansicht, die einen nachdenklichen Blick hat. © Real Fiction Filme

Szene aus "Vakuum"

Meredith und André leben ein gut abgesichertes Leben. Doch während der Vorbereitungen für ihren 35. Hochzeitstag bekommt die bildungsbürgerliche Idylle einen Riss: Bei einer Routineuntersuchung erfährt Meredith, dass sie HIV-positiv ist. Als Überträger kommt nur ihr Mann André in Frage. Durch Zufall findet sie heraus, dass er sie schon seit langer Zeit mit Prostituierten hintergeht. Sie konfrontiert André mit der Diagnose und wirft ihn aus dem Haus. Doch schon bald spürt Meredith, dass sie die Einsamkeit kaum erträgt. Sie versucht etwas Halt zu finden, indem sie zu Selbsthilfegruppen geht, doch auch hier fühlt sie sich mit ihrem Schicksal allein. Sie gestattet es daher André, in das gemeinsame Haus zurückzukehren, doch kann sich die Liebe von so einem Vertrauensbruch erholen?

Vakuum ist ein beeindruckender Schauspielerfilm, Barbara Auer und Robert Hunger-Bühler brillieren hier auf der Höhe ihres Könnens, aber es ist vor allem Barbara Auer, die sich der direkten und kompromisslosen Inszenierung Reponds ausliefert. Sowohl emotional als auch körperlich werden hier die Grenzen übertreten, die Streitigkeiten, der Sex, die Verzweiflung – all das bringt Repond ungeschönt auf die Leinwand. Dies wird potenziert durch die gelungene Kameraarbeit von Aline László, deren klare Bilder trotz intimer Nähe niemals voyeuristisch daherkommen, sondern stets eine respektvolle Distanz wahren.

Es ist diese Unmittelbarkeit, die dem Film seine emotionale Sogkraft verleiht, ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken. Denn Vakuum ist mehr als eine tragische Krankheitsgeschichte, es ist die präzise Studie einer Beziehung, die über die Jahre in der alltäglichen Fassade erstarrt ist, die ein harmonisches Miteinander repräsentieren soll, wo vor allem Gewohnheiten die Emotionen überlagern. Und es ist das Porträt einer Frau, die, nachdem sie sich jahrzehntelang für ihre Familie aufgeopfert hat, plötzlich ihre Rolle im Leben und ihre Position innerhalb der Familie überdenken muss. Ein bewegender Film, der auf jegliches Pathos verzichtet und schmerzhaft ehrlich daherkommt. cineman.ch

Termin(e): 14.03.2019 ab 18:00 Uhr
15.03.2019 ab 18:00 Uhr
16.03.2019 ab 20:15 Uhr
17.03.2019 ab 20:15 Uhr
18.03.2019 ab 15:30 Uhr
19.03.2019 ab 15:30 Uhr
20.03.2019 ab 16:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.