Perlen - Queer Film Festival Hannover

Short Docu Pearls

"Desire"

Alle, die Dokus lieben, aufgepasst: Die Auswahl bei den kurzen Dokumentarfilmen war dieses Jahr so großartig, dass wir dieser oft vernachlässigten Sparte einen eigenen Programmplatz widmen. 4 völlig unterschiedliche Kurzdokus – 4 absolute Highlights!

"Father Figure"

Subjekträume

Katharina Voß, Deutschland 2020, 29 Minuten

Von 1981 bis 1996 war das lesbisch geführte Westberliner „Pelze Multimedia“ ein vielgeliebter und berüchtigter Schauplatz für experimentelle Kunst und Musik, für Sexpartys, Barbetrieb und avantgardistische Modenschauen auf einem Baugerüst. Interviews mit drei der damaligen Betreiberinnen verweben sich mit sorgfältig inszenierten privaten Archivbeständen. SUBJEKTRÄUME untersucht ein subkulturelles Gedächtnis, die Frage nach einem feministischen Erbe und eine ästhetische Praxis, die weiten Teilen der damaligen Frauenbewegung absolut konträr gegenüberstand.

 

Johnita

Alon Reter, Israel 2019, 14 Minuten, Hebräisches Original mit deutschen Untertiteln

Johnita, eine junge Trans*-Frau, nimmt an der populären israelischen TV-Show „The Next Star“ teil und bekommt für ihre Auftritte viel Zuspruch. Dieses positive Erlebnis gibt ihr Selbstvertrauen und hilft ihr über alltägliche Diskriminierung und Ablehnung hinweg. Die einfühlsame Kurzdoku begleitet Johnita im persönlichen Umfeld, im Zusammenleben mit ihrem religiösen Vater, auf dem Tel Aviv Pride und bei dem Versuch, ihren Lebenstraum zu verwirklichen: Sängerin zu werden.

 

Desire?

Garima Kaul, Indien 2019, 28 Minuten, Hindi-Englisches Original mit deutschen Untertiteln

Regisseurin Garima Kaul porträtiert in ihrer in Mumbai, Delhi und Chennai gedrehten Kurzdoku verschiedene Personen und Paare, die sich als asexuell definieren. Mit Offenheit, Humor und Selbstreflexion zeigen die Porträtierten die vielfältigen Facetten von Asexualität auf, zumeist in einem nicht-heteronormativen Umfeld. DESIRE? ist ein Aufklärungsfilm im besten Sinn und ein engagiertes Plädoyer dafür, das „A“ in LGBTIQA* künftig größer zu schreiben.

 

Father Figure

Bibi Fadlalla, Niederlande 2019, 25 Minuten, Niederländisch-Englisches Original mit deutschen Untertiteln

„Schwarz und schwul zu sein bedeutet gleich zwei Nachteile im Leben.“ Der 26jährige Guilliano ist der Gründer des Kiki House of Angels. In der Ballroom-Szene von Rotterdam finden die vorwiegend Schwarzen queeren Mitglieder dieser Gruppe einen geschützten Raum zur Selbstentfaltung. Die sonst so präsenten Erfahrungen von Homophobie, Rassismus und Marginalisierung bleiben außen vor. Doch Guilliano ist nicht nur für seine Angels eine Vaterfigur.

Bibi Fadlalla kombiniert in ihrer poetischen Filmcollage Alltagsbeobachtungen mit Vogue-Tanzsequenzen, graphischen Elementen und berührenden Interviews. Eine außergewöhnliche Doku-Perle!

 

Gesamtlänge circa 96 Minuten

Termine

23.10.2021 ab 14:00 Uhr

Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover
Sophienstraße 2
30159 Hannover

Standard

6,50 Euro

Ermäßigt

4,50 Euro / Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.

Freier Eintritt

für Hannover-Aktiv-Pass-Inhaber*innen