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Im Bild zu sehen sind zwei lächelnde Frauen, eine im Kimono, eine im Kleid. © 1958 Shochiku Co., Ltd.

Szene aus Sommerblüten

Sushikino

Der Weg des Samurais ins Zauberland
Gestaltet von Joris Coerdt

Im Bild zu sehen ist gezeichnet ein Mädchen in einem typisch japanischen Badehaus. Neben ihr fliegt ein kleiner schwarzer Vogel, der eine Art dicke Maus trägt. Im Hintergrund stehen Männer. © Universum Film

Szene aus Chihiros Reise ins Zauberland

Das japanische Kino wird von vielen mit schrillen Animes, Hentai und trashigen Monsterfilmen verbunden. Eine Nische, nicht mehr und nicht weniger. Doch das ist ein fataler Irrtum. Japan gehört zu den geschichtsträchtigsten und einflussreichsten Filmnationen der Welt. Das Spektrum ist weit gefächert. Anspruchsvolle Historiendramen, fantasievolle Zeichentrickabenteuer, surrealistischer Horror, stylische Gangsterstreifen. Der Einfallsreichtum der japanischen Filmemacher kennt keine Grenzen. Ihr Einfluss reicht bis nach Europa und Hollywood, Regisseure wie Ozu oder Kurosawa werden verehrt wie Hitchcock oder Kubrick. Ohne Filme wie „Die sieben Samurai“ hätten wir womöglich nie „Star Wars“ bekommen, ohne „Yojimbo“ kein „Für eine Handvoll Dollar“ und vermutlich auch kein „Spiel mir das Lied vom Tod“. Ist das Kino des fernen Ostens also nur etwas für Cineasten? Keineswegs. Egal ob Action, Romantik, Humor, Familiengeschichten oder fantasievolle Märchen. Der bunte Reigen deckt alles ab.

Doch man kann einen Wandel in den Vorlieben der Japaner entdecken und so auch im internationalen Bild. Denn wieso verbindet man denn das Kino der aufgehenden Sonne aktuell mit Exzentrik und animierten Mädchen und nicht wie früher mit Samurais? Wie gelangte der Samurai ins Zauberland? Diese Reihe soll versuchen seinen mit Blut, grünen Tee und strahlenden Farben beklecksten Weg nachzuvollziehen, um die bunte Welt des japanischen Films in ihrer Weite zu begreifen.

Also: Kimono an, Tee eingießen, Reis auffüllen und mit Stäbchen bewaffnen: Das cineastische Sushibuffet ist eröffnet.