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Koki-Januar-Programm

Unser Januar-Programmheft als PDF-Datei zum Download.

Unser Januar-Titel zeigt zwei Fotos aus Aquarela: im Dreieck eine Straße mit Palmen, durch die ein Sturm mit starkem Regen fegt. Im Hintergrund eine Person, die auf einer großen Eisfläche kniet.
Davor ein Samurai aus Rashomon, der auf das Logo unserer neuen Filmreihe Sushikino weist. © Aquarela: Neue Visionen Filmverleih
Rashomon: Trigon-Film

Dreieck und Hintergrund: aus "Aquarela".

Samurai aus "Rashomon".

Liebe Freundinnen und Freunde des Kinos im Künstlerhaus!

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass Jahreszahlen wie 2020 nicht mehr ausschließlich in Titeln von Science-fiction-Filmen Verwendung finden. Nein, „2001“ ist lange her – und nur noch die Zukunft von gestern. Wir aber schauen nach vorn.

2020 also. Ab Januar werden wir die Programmgestaltung leicht verändern, werden den retrospektiven Anteil des Koki-Programms ein wenig stärker ausprägen. Retrospektiven, historische, biografische oder thematische Filmreihen gehören ja ausdrücklich zum „Kerngeschäft“ der kommunalen Kinoarbeit.

In unserer Nachmittagsschiene schauen wir jetzt regelmäßiger zurück auf die allerjüngste Kinogeschichte, lassen nochmal einige Highlights des Kinojahres 2019 Revue passieren, bieten die Chance, Verpasstes nachzuholen oder gern Gesehenes nochmal zu schauen.

1990 – vor genau 30 Jahren – hörte die Deutsche Demokratische Republik auf zu existieren, indem sie der Bundesrepublik Deutschland beitrat. Ein politischer und gesellschaftlicher Prozess, der bis heute seinen Nachhall erzeugt. Ein Land, an das sich heute gar nicht mehr so viele Menschen erinnern können, verschwand von der Landkarte, aber natürlich nicht aus den persönlichen Erinnerungen und dem kulturellen Gedächtnis. Was unter anderem bleibt, ist eine äußerst interessante, vielseitige und ambivalente Kinematografie. Wir starten im Januar nun unseren Rückblick auf Filme aus einem fernen Land.

Aber ab dem 12. Januar schauen wir sogar noch weiter zurück und in noch weitere Ferne: unsere Reihe Sushikino – Der Weg des Samurais ins Zauberland erlebt mit Rashomon von Akira Kurosawa ihren Auftakt. Exemplarische Blicke in die zentralen Epochen der japanischen Filmgeschichte – mit großem Engagement und erheblicher Sachkenntnis konzipiert, recherchiert und zusammengestellt von unserem FSJ/Kultur-Kollegen Joris Coerdt. (FSJ heißt: Freiwilliges Soziales Jahr).

Veit Helmer ist ein Filmemacher, der bereits seit Jahrzehnten das deutsche Kino um eine ganz eigene Position bereichert, er experimentiert mit Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilmen, arbeitet an unterschiedlichsten Orten auf dem Globus, verzichtet gern auf Dialoge. Ganz in der Tradition des Stummfilmes nutzt er statt dessen expressives Spiel, Mimik, Musik und visuelle Gags, um seinen Filmen Klang und Rhythmus zu geben. Wir widmen ihm und seinem Schaffen eine Werkschau, die am 22.1. ihren Auftakt in Anwesenheit des Regisseurs haben wird, der ursprünglich auch aus Hannover kommt.

Und dann gibt es wieder Psychoanalyse und Film, Kirchen und Kino, Erinnerungsbilder und noch ein letztes Mal Stanley Kubrick revisited.

Und natürlich gibt es auch weiterhin eine Reihe äußerst sehenswerter internationaler Erstaufführungen, versteht sich.

 

Wir sehen uns im Kino!

Ralf Knobloch-Ziegan