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Alexander Gorchilin, Russland 2018, 98 Minuten, russisches Original mit deutschen Untertiteln

mit Aleksandr Kuznetsov, Filipp Avdeev, Evgeniya Sheveleva, Pyotr Skvortsov

Im Bild zu sehen sind zwei Personen, der Hauptdarsteller und eine Frau, die mit geneigten Köpfen nebeneinander auf einem Bett sitzen. Die Stimmung wirkt insgesamt bedrückt. © Edition Salzgeber

Szene aus Acid

Sasha ist 20, produziert halbherzig seine eigene Musik, hat ansonsten aber keinen richtigen Plan für sein Leben. Gerade ist sein Kumpel Vanya vom Balkon gesprungen. "Wenn du springen willst, spring!", hat Pete zuvor noch zu Vanya gesagt. Nach der Beerdigung gehen Pete, Sasha und seine Freundin Karina erst mal in den Club, feiern. Dort lernen sie den Künstler Vasilisk kennen, der Sashas beschnitten Schwanz fotografieren will. Bei sich zuhause führt Vasilisk den dreien seine Kunst vor: Er löst alte Politiker-Büsten in Säure auf und präsentiert die deformierten Objekte als neue Skulpturen. Aus Langweile trinkt Pete einen Schluck der Säure und landet im Krankenhaus. Ein paar Tage später wird er mit einem dicken Pflaster über den Mund entlassen. Als er wieder zu sprechen beginnt, findet er endlich Worte für das Chaos um sich.

Der russische Schauspieler Alexander Gorchilin - bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit Kirill Serebrennikov ("Der die Zeichen liest", 2016; "Leto", 2018) - hat mit ACID ein abgründiges Porträt der Jugend im heutigen Russland gedreht. Den jungen Männern in seinem Film scheint es ökonomisch an nichts zu mangeln, emotional wirken sie jedoch in einer Gesellschaft ohne Väter und ernstzunehmende Identifikationsfiguren vollkommen verwahrlost und orientierungslos. Partys, Drogen und Sex funktionieren irgendwann nicht mehr als Fluchträume vor der Kommunikationslosigkeit und Leere der umgebenden Welt. Ein Not-Coming-of-Age-Film mit ätzender Wirkung.

ACID feierte im Panorama der Berlinale internationale Premiere und wurde beim "goEast - Festival des mittel- und osteuropäischen Films" mit dem Hauptpreis, der Goldenen Lilie, ausgezeichnet. Am 8. August startet der Film in den Kinos. salzgeber.de

Termin(e): 06.10.2019 ab 20:15 Uhr
07.10.2019 ab 20:15 Uhr
18.10.2019 ab 18:00 Uhr
27.10.2019 ab 18:00 Uhr
Ort

Kino im Künstlerhaus Hannover

  • Sophienstraße 2
  • 30159 Hannover
Preise:
6,50 Euro / 4,50 Euro ermäßigt
Schüler, Studenten, Auszubildende, Sozialhilfeempfänger und Schwerbehinderte erhalten bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises eine Eintrittskarte zum ermäßigten Preis.
Hannover-Aktiv-Pass-Inhabern gewährt das Koki freien Eintritt.

Kartenreservierung und -vorverkauf:
0511/168-45522
KokiKasse@Hannover-Stadt.de
Montag - Freitag 12.00 bis 18.00 Uhr und an der Abendkasse. Die Kinokasse öffnet jeweils 30 Minuten vor Spielbeginn.