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Vier Frauen und drei Männer stehen draußen auf einer Rasenfläche in zwei Reihen. © Stahl, Region Hannover

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Programm Gedenkstätte Ahlem

„Aus der Heimat in die Fremde“

Vertreibung nichtjüdischer Deutscher durch die Nationalsozialisten und nach 1945 als deren Folge – Vortrag von Professor Michael Schwartz, am 26. März 2020 im Haus der Region.

Porträt eines Mannes. © IfZ

Prof. Michael Schwartz

Die Errichtung der NS-Diktatur 1933 führte zur Emigration von 360.000 Menschen aus Deutschland. Darunter befanden sich Sozialdemokraten, Kommunisten und bürgerliche Liberale, aber auch zahlreiche Mitglieder der Kultur- und Wissenschaftseliten. Diese deutsche „Emigration“ verteilte sich nicht nur auf europäische Nachbarländer Deutschlands, sondern hatte eine globale Dimension. Nur ein Teil der Emigranten kehrte nach 1945 nach Deutschland zurück.

Nach der deutschen Kriegsniederlage wurden zwischen 1944/45 und 1950 etwa 12 bis 14 Millionen Deutsche von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung betroffen, die von den alliierten Siegerstaaten durchgeführt wurde. Wesentliche Aufnahmeländer waren die beiden deutschen Nachkriegsstaaten, daneben auch Österreich und einige außereuropäische Länder.

Der Vortrag fragt nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten dieser beiden Zwangsmigrationen. Es geht um Bewältigungsstrategien von Heimatverlust und Neuanfängen in der Fremde, aber auch um die Frage der Verortung dieser kollektiven Gewalt-Erfahrungen in der Erinnerungskultur unserer Gegenwart.

Zur Person:

Professor Michael Schwartz ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und Apl. Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Publikationen:

Ethnische „Säuberungen“ in der Moderne. Globale Wechselwirkungen nationalistischer und rassistischer Gewaltpolitik im 19. und 20. Jahrhundert, München 2013; Funktionäre mit Vergangenheit. Das Gründungs-Präsidium des Bundes der Vertriebenen und das „Dritte Reich“, München 2013; Vertriebene und „Umsiedlerpolitik“. Integrationskonflikte in den deutschen Nachkriegs-Gesellschaften und die Assimilationsstrategien in der SBZ/DDR 1945-1961, München 2004.

Veranstalterin: Region Hannover, Gedenkstätte Ahlem

Termin(e): 26.03.2020 ab 19:00 Uhr
Ort

Region Hannover

  • Hildesheimer Straße 18
  • 30169 Hannover

Donnerstag, 26. März 2020, 19 Uhr

Haus der Region, Hildesheimer Straße 18, 30169 Hannover, Raum N001

Die Veranstaltung ist kostenfrei.