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Ein Gebäude und das dazugehörige Gelände (inklusive Garten) von oben fotografiert. © Region Hannover

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Von Schulgarten bis Mediathek: Das Gelände und die Räumlichkeiten im Überblick.

Ein Mann mit Laptop. © Region Hannover

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Ausstellung "Unter uns, …" über Sinti in Ostfriesland und Leer

© Stadt Leer / Stadtarchiv /Sammlung 3 Nr. 00012 (Quelle)

Programm Gedenkstätte Ahlem

Ausstellung "Unter uns? Sinti in Ostfriesland und Leer"

Vorurteile, Hass und Faszination: Die Sonderausstellung "Unter uns? Sinti in Ostfriesland und Leer" ist bis zum 6. Dezember in der Gedenkstätte Ahlem kostenlos zu sehen.

Die Geschichte der Sinti und Roma in Europa und Deutschland ist eine Geschichte von Misstrauen, Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung – aber auch von Faszination. Bis in die Neuzeit hinein prägten Vorurteile und Hass das Verhältnis der Mehrheitsgesellschaft zu den Volksgruppen der Sinti und Roma. Die Ausstellung "Unter uns, …", die noch bis zum 6. Dezember 2018 in der Gedenkstätte Ahlem zu sehen ist, will einen Beitrag dazu leisten, diese Situation zu ändern. Bei der Eröffnung am Freitag, 5. Oktober, 12 Uhr, erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Vortrag zur Entstehung der Ausstellung mit Burkhardt Sonnenburg, Leiter Heimatmuseum Leer, sowie einem Vertreter des 1. Sinti Vereins Ostfriesland.

Ausstellung dokumentiert "ihre" Geschichte

Sinti aus Leer und Ostfriesland haben in hohem Maße an der Entstehung mitgearbeitet, sie erzählen und dokumentieren "ihre" Geschichte. In Archivalien, Bildern und Objekten werden Entwicklungen zwischen Mehrheit und Minderheit ab 1945 dargestellt. Die Darstellung der frühen und der NS-Geschichte wurde von dem hannoverschen Historiker Boris Erchenbrecher erarbeitet, der ebenso Zeitzeugeninterviews führte und so die Stimmen der Betroffenen hörbar macht. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Heimatmuseums und der Stadt Leer mit dem 1. Sinti Verein Ostfriesland.

In der nationalsozialistischen Rassenideologie wurden Sinti und Roma unter dem Sammelbegriff "Zigeuner" als "fremdrassig", "volksschädlich", "arbeitsscheu" und "asozial" bezeichnet und kriminalisiert. Bis zu 500.000 Sinti und Roma fielen dem Völkermord, dem "Porajmos", der Nazis zum Opfer. Die Überlebenden kämpften nach 1945 lange Zeit vergeblich um eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus und um finanzielle Wiedergutmachung. Erst in den 1980er Jahren erkannte der deutsche Staat diesen Völkermord an.

Kampf gegen Ausgrenzung

Auch heute noch kämpfen Sinti und Roma vielerorts gegen Ausgrenzung und für gesellschaftliche Anerkennung. In der Regional- und Lokalgeschichte kommen ihre Beiträge kaum vor, obwohl  Sinti und Roma seit Jahrhunderten in Deutschland zur Gesellschaft gehören.

Termin(e): 05.10.2018 bis 06.12.2018
dienstags  mittwochs  donnerstags 
von 10:00 bis 17:00 Uhr
05.10.2018 bis 06.12.2018
von 10:00 bis 14:00 Uhr
05.10.2018 bis 06.12.2018
von 11:00 bis 17:00 Uhr
Ort

Gedenkstätte Ahlem

  • Heisterbergallee 10
  • 30453 Hannover
Die Veranstaltung findet nicht statt am: 31.10.2018

Eintritt: frei

Eröffnung am 5. Oktober, 12 Uhr