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Innenraum des Gedenkorts Neue Synagoge Hannover in der Roten Reihe. © LHH (Erinnerungskultur)

Innenraum des Gedenkorts Neue Synagoge Hannover in der Roten Reihe.

Mahnmale, Ereignisse und Orte des Terrors

Erinnerungsorte

Zahlreiche Orte der Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus 1933 bis 1945 und seiner Folgen liegen auf dem Gebiet der Landeshauptstadt Hannover.

Unsere Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus beruht über 70 Jahre nach der Befreiung zunehmend weniger auf individuellen Erinnerungen als/und viel mehr auf kollektiven Erinnerungsmustern. Jede Gemeinschaft- sei es eine Nation, eine Gruppe oder eine Stadtgesellschaft - formt und bewahrt sich ein gemeinsames Gedächtnis, aus dem es eine kollektive Identität schöpft. Das gemeinsame Erinnern an vergangene Ereignisse, Personen und Entwicklungen manifestiert sich an bestimmten Erinnerungsorten, „langlebige, Generationen überdauernde Kristallisationspunkte kollektiver Erinnerung und Identität.“ (Etienne François / Hagen Schulze (Hrsg.): Deutsche Erinnerungsorte, 3 Bände, Beck, München 2001).

Der Begriff Erinnerungsort bleibt dabei nicht auf den gegenständlichen und räumlichen Ort beschränkt: Er umfasst auch kollektive Erinnerungen an Ereignisse, Persönlichkeiten, Rituale oder Symbole, die für das jeweilige Kollektiv identitätsstiftend sind und regelmäßig kollektive Erinnerungen hervorrufen und binden.

Das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus, seine Opfer und seine Folgen nimmt in der Erinnerungskultur der hannoverschen Stadtgesellschaft einen besonderen Raum ein. Diese Erinnerungsorte werden an Gedenktagen regelmäßig und bei gezielten Besuchen von Gruppen oder zufälligen Zusammentreffen von Spaziergängern zu lebendigen Orten, an denen die demokratischen Grundlagen unserer Gesellschaft reflektiert werden.

Im folgenden finden Sie Informationen zu Orten der Erinnerung in der Landeshauptstadt Hannover. Für die Reihenfolge wurden die Opfer des Nationalsozialismus drei Gruppen zugeordnet. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um politisch Verfolgte, Opfer sozialer Ausgrenzung und Mitglieder des Widerstands. Die zweite Gruppe stellen die rassistisch Verfolgten dar, also Juden sowie Sinti und Roma. Als drittes folgt die Opfergruppe aus Zwangsarbeitern, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen.