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Ehrenfriedhof

Gedenken zum „Tag der Befreiung“

Am Montag, den 8. Mai 2017, um 16 Uhr erinnerten die Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit der IG Metall und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer an den 72. Jahrestag der Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands.

Die Begrüßung sprach Bürgermeister Thomas Hermann und stellte darin einen Wandel der Erinnerungskultur fest:

„Die Erinnerungskultur der letzten Jahrzehnte hat sich im starken Umfang gewandelt: Vom bloßen Ritualen der Kranzniederlegung hin zu einem lebendigen Gedenken. Viele hatten große Sorgen, dass der Wechsel von der Generation der Dabeigewesenen zur Generation der „second“ und nun auch „third generation“ eine Abwendung der Auseinandersetzung bedeuten würde. Und auch wenn das direkte Erzählen durch Zeitzeugen nie zu ersetzen ist, habe ich doch festgestellt, dass eine weitere Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus auch in der jüngeren Generation stattfindet und anhält, getragen von dem ehrlichem Interesse aus der Vergangenheit für eine friedvolle Zukunft zu lernen.“

Vor allem Jugendliche und ihre Vorstellungen einer gemeinsamen europäischen Erinnerungskultur standen während der Gedenkveranstaltung im Fokus. Im Rahmen der Internationalen Jugendbegegnung „Meet up in Hannover. Erinnerung in Bewegung“ haben Jugendliche aus dem griechischen Athen, dem polnischen Poznan und dem russischen Tjumen eine Woche in Hannover verbracht und zusammen mit Schülerinnen und Schülern der St. Ursula-Schule und der Tellkampfschule die Gedenkveranstaltung mit ihren eigenen Ideen vorbereitet.

Die Jugendlichen hatten in drei Workshops zu der Geschichte des Ehrenfriedhofs Maschsee-Nordufer und der Menschen, die dort begraben sind, gearbeitet und präsentierten ihre Ergebnisse. In der Aufführung "Remember us" stellten die Jugendlichen einzelne Biographien in Form von fiktiven inneren Monologen vor und gaben somit einen sehr vielschichtigen Blick auf die Geschichte des Ehrenfriedhofs.

Die szenische Präsentation "Legacy - approaching collective memories by improvisational theatre" hatten die Jugendlichen selber in den Workshops entwickelt: In drei Improvisationsgeschichten wurden verschiedene Aspekte des Umgangs mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs dargestellt. Abschließend sangen die Jugendlichen in einer „polnisch-russisch-griechisch-deutschen Gesangs-Collage“ ihre Lieblingslieder, die sie mit den Themen Tod, Trauer und Hoffnung verbinden. Als Zeichen der Zuversicht ließen sie Luftballons steigen.

Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer © LHH