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Gedenken zur Pogromnacht

Kranzniederlegung am Gedenkort Neue Synagoge

Zum Gedenken an die Pogromnacht im Jahr 1938, die sich in diesem Jahr zum 79. Mal jährt, haben Bürgermeister Thomas Hermann sowie die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck am Donnerstag, den 9. November Kränze am Mahnmal Neue Synagoge niedergelegt. 

Menschen, die an einem Gedenkort Kränze niederlegen. © LHH

Bürgermeister Thomas Hermann, die Regions-Vizepräsidentin Petra Rudszuck,Landtagspräsident Bernd Busemann sowie Kultusministerin Frauke Heiligenstadt  (v.l.) legten Kränze zum Gedenken an die Pogromnacht nieder. 

Am 9. November wird am Gedenkort Neue Synagoge in Hannover jedes Jahr mit einem stillen Gedenken, dem Sprechen des jüdischen Totengebets "Kaddish" und einer Kranzniederlegung unter Beteiligung der jüdischen Gemeinden an die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert. Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schüler an der Heisterbergschule an der Gedenkveranstaltung teilgenommen und am Mahnmal Rosen niedergelegt.

Novemberpogrome

Die Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte Zerstörung von Einrichtungen jüdischer Gemeinden im Deutschen Reich. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der jüdischen Deutschen seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust an der europäischen Judenheit im Machtbereich der Nationalsozialisten führte.

Gedenkort Neue Synagoge

Am 15. September 1870 wurde die Neue Synagoge in Hannover feierlich unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht. Fast 70 Jahre – bis zur Zerstörung in der Reichspogromnacht – blieb diese Synagoge das religiöse Zentrum der Juden in Hannover. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge von SS-Männern angezündet; in den folgenden Tagen wurde ihre Kuppel gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht.

Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht findet an der Stelle der zerstörten Synagoge statt; seit 1954 gibt es hier Zeichen des Gedenkens, 1978 und 1993 erhielt der Gedenkort seine heutige Gestalt. An der Stirnseite des Innenhofes ist eine Platte mit dem Davidstern und zwei Daten eingelassen, die an die Einweihung (15. September 1870) und an die Zerstörung (9. November 1938), symbolisiert durch einen Riss im Mauerwerk, erinnern. An den beiden Seitenwänden sind in hebräischer und deutscher Sprache die Worte: "Vergesst nie" eingemeißelt.