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Besuch von Angehörigen

Nachfahren von ehemals verfolgten HannoveranerInnen besuchen Hannover

Stolpersteine werden unter Anwesenheit von Angehörigen im Stadtgebiet von Hannover verlegt.

Am 20. November hat der Künstler Gunter Demnig erneut Stolpersteine in Hannover verlegt.

Zu zwei Verlegungen waren die Nachfahren der Familien aus Israel extra nach Hannover gereist, um bei der Verlegung dabei sein zu können.

Familie Eigermann lebte in der Kramerstraße 19 und betrieb in der Burgstraße ein Stoff-, später ein An- und Verkaufsgeschäft. Sie wurden als polnische Staatsbürger am 28. Oktober 1938 im Rahmen der sogenannten "Polenaktion" aus Deutschland ausgewiesen und in Belzec bzw. in Auschwitz ermordet. Den Söhnen Josef, Hermann und David gelang die Flucht nach Palästina.

Unter Anwesenheit von dem Enkel von Josef Eigermann und weiteren Angehörigen aus Israel wurden in der Kramerstraße 19/20 für Abraham, Feigel Ester, Sara Lea und Regina Eigermann, sowie für Chaja Klapholz Stolpersteine verlegt.

Familie Bachrach lebte in der Grotefendstraße 4 und am Klagesmarkt 7. Mitglieder der Familie wurden in Theresienstadt und in Riga ermordet. Nur die beiden Kinder Walter und Hildegard Bachrach überlebten durch Emigration.

Unter Anwesenheit des Sohns von Walter Bachrach und weiteren Familienangehörigen aus Israel wurden fünf Stolpersteine in der Grotefendstraße 4 und Am Postkamp 18 für Bernhard, Julie, Adolf, Rudolf und Bertha Barach verlegt. Daniel Barach schenkte dem Team der Städtischen Erinnerungskultur einen Band mit Gedichten, die sein Vater Walter Barach geschrieben hat.

Seine Familiengeschichte beschreibt Daniel Bachrach so: "Ein Stammbaum in Form einer Sanduhr, mit einem Hals so eng wie ein einziges Körnchen Sand."