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Vorderseite und Einblick ins Buch "Linkssozialistischer Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in Hannover" © LHH

"Linkssozialistischer Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in Hannover"

Widerstand in der NS-Zeit

Neue Veröffentlichung zur Erinnerungskultur

Der neue und dritte Band aus der Reihe Schriften zur Erinnerungskultur in Hannover ist Ende Juli 2015 unter dem Titel "Linkssozialistischer Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in Hannover" erschienen.

Vier Personen präsentieren das Buch "Linkssozialistischer Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur in Hannover" © LHH

Herausgeber Karljosef Kreter und das Autorenteam Detlef Schmiechen-Ackermann, Susanne Döscher-Gebauer und Hans-Dieter Schmid (v.l.) mit dem Werk

Die Autoren Susanne Döscher-Gebauer, Hans-Dieter Schmid und Detlef Schmiechen-Ackermann dokumentieren und erörtern in ihrem Buch die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt "Widerstand, Verweigerung und Verfolgung in Hannover und Umgebung in der Zeit des Nationalsozialismus" der Universität Hannover im Auftrag der Volkswagenstiftung. Die Ergebnisse aus den 80er und 90er Jahren wurden bisher nur in Bruchteilen veröffentlicht. In der nun vorliegenden Publikation sollen die Erkenntnisse ganzheitlich und im Kontext des heutigen Forschungsstands offengelegt werden.

Im Wesentlichen sprechen die Autoren den Gruppierungen Internationaler Sozialistischer Kampfbund (ISK) und der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) den größten Einfluss im sozialdemokratischen Widerstand in Hannover zu. Aus diesem Grund legten die Historiker den Fokus ihrer Arbeit auf diese beiden Gruppen. Ergänzt werden die Darstellungen zum SAP- und zum ISK-Widerstand durch einen Dokumentenanhang und durch Kurzbiografien der wichtigsten behandelten Personen. Die Dokumentation enthält unter anderem Auszüge aus der Anklageschrift gegen Edu Wald. Der Redakteur gründete das Komitee für proletarische Einheit, dessen Basis die aus der KPD ausgeschlossenen rechtskommunistischen "Versöhnler" waren.

Herausgeber und Autoren

  • Dr. Karljosef Kreter, Leiter der Städtischen Erinnerungskultur der Landeshauptstadt Hannover, hat das 214-seitige und bebilderte Buch im Auftrag der Landeshauptstadt Hannover herausgegeben. Erschienen ist es 2015 im Verlag Hahnsche Buchhandlung unter der ISBN 978-3-7752-6202-6 zum Preis von 10 Euro. Das Buch wird im Buchhandel vertrieben.
  • Susanne Döscher-Gebauer, M.A., geb. 1951, kaufmännische Ausbildung, Studium der Soziologie und Politik an der Universität Hannover, wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen Projekten zur Geschichte des 20. Jahrhunderts.
  • Dr. phil. Hans-Dieter Schmid, geb. 1941; Hochschuldozent für Neuere Geschichte und Didaktik der Geschichte am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover (i. R.), Herausgeber der "Hannoverschen Schriften zur Regional- und Lokalgeschichte". Veröffentlichungen zur Reformationsgeschichte, zum Nationalsozialismus, zur Geschichte der Juden und der Sinti und Roma, zur Geschichtskultur und zur Didaktik der Geschichte.
  • Apl. Prof. Dr. phil. Detlef Schmiechen-Ackermann, geb. 1955; Sprecher des Forschungskollegs "Nationalsozialistische Volksgemeinschaft? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort", Leibniz Universität Hannover. Veröffentlichungen zum Nationalsozialismus und zur vergleichenden Diktaturgeschichte, zur Industrialisierungsgeschichte und zur Innerdeutschen Grenze.