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Gedenkveranstaltung

Gedenken an die Bücherverbrennung im Mai 1933 in Hannover

Am 10. Mai 2016 gedachten rund 60 Bürgerinnen und Bürger der Bücherverbrennung vom Mai 1933 in Hannover an der Gedenkplatte an der Geibelbastion am Maschsee.

Schülerinnen und Schüler der Tellkampfschule beim Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 2016 © LHH

Schülerinnen und Schüler der Tellkampfschule beim Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 2016

Die von Studierenden der Technischen und der Tierärztlichen Hochschule in Hannover organisierte Bücherverbrennung, ereignete sich am 10. Mai 1933 am Bismarckdenkmal ("Bismarckturm") in der Aegidienmasch. An die Verbrennung von Büchern und Schriften der den nationalsozialisten mißliebiger Schriftsteller, Dichter und Denker erinnerte Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne in einem Grußwort. "An die verbrannten Dichter zu erinnern bleibt die dauerhafte Pflicht der Nachgeborenen", mahnte Pollähne. "Dieses Deutschland und alle, die für dieses Deutschland standen, waren den studierten Brandstiftern verhasst. Für sie galt ein Schlagwort, das auch dieser Tage wieder gerne von rechten Deutschen als Kampfbegriff benutzt wird: die Lügenpresse."

In seiner Rede porträtierte Lothar Pollähne insbesondere Leben und Schicksal weniger bekannter Schrifsteller und Dichter, deren Bücher verbrannt worden waren. Darunter beispielsweise der sozialdemokratische Pazifist Felix Fechenbach, der wenige Monate nach der Verbrennung seiner Schriften am 7. August 1933beim Transport ins Konzentrationslager Dachau „auf der Flucht“ erschossen worden war.

Schülerinnen und Schüler der nahen Tellkampfschule der Klassen 5./6 und 11 begleiteten die Veranstaltung musikalisch mit parodistischen Liedern wie "Wie blöd du bist" von Caroline Kebekus und stellten Werke und Leben verfolgter Schriftsteller vor.