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Die neunköpfige Familie Fischer beim Fotografen, um 1935. © Privatbesitz Familie Fischer

Die neunköpfige Familie Fischer beim Fotografen, um 1935.

Stolpersteine

Wiedereinsetzung der Stolpersteine für Familie Fischer

Am 28. Januar 2016 um 12:30 Uhr erfolgte die Wiedereinsetzung der Stolpersteine für die ermordete Sinti-Familie Fischer in der Röselerstraße 5-7.

Aufgrund von Bauarbeiten waren im Jahr 2015 jene14 Stolpersteine der Familie Fischer aus der Röselerstraße temporär entfernt worden, die der Künstler Gunter Demnig dort im Dezember 2014 verlegte hatte. Die Angehörigen der Familie wurden als Sinti mit jüdischen Vorfahren verfolgt. Am 2. März 1943 wurden vier Generationen der Familie Fischer, die zusammen in der Röselerstraße wohnten, verhaftet und in die Gartenbauschule Ahlem gebracht. Von dort aus deportierte man sie einen Tag später nach Auschwitz. Von den 14 deportierten Familienmitgliedern wurden neun in Auschwitz ermordet.

Nach Beendigung der Bauarbeiten wurden die Stolpersteine heute im Beisein von Angehörigen, Anwohnern und Kultur- und Personaldezernent Harald Härke wieder an ihrem ursprünglichen Ort verlegt.

In seinen kurzen Grußworten bedankte sich Kultur- und Personaldezernent Harald Härke vor allem bei den vielen Bürgern, die Anfragen an die Stadtverwaltung gerichtetet hatten und sich besorgt nach dem Verbleib der Stolpersteine erkundigt hatten. "Sie kümmern sich. Sie gehen mit offenen Augen durch unsere Stadt, verschließen auch nicht die Augen vor möglicherweise „unangenehmen“ Erinnerungen. Sie übernehmen Verantwortung."

Im Namen von Kurt Brenneke, dessen Mutter Johanna "‘Karla" Fischer das sogenannte "Zigeunerlager" im KZ Auschwitz-Birkenau überlebte, und ihrer Familie sprach seine Tochter Naomi anschließend einige tiefbewegte Worte an die Anwesenden. Musikalisch wurde die Veranstaltung untermalt vom Saxophonisten Thomas Zander.

Wiedereingesetzte Stolpersteine für die Familie Fischer in der Röselerstr. 5-7 © LHH (Erinnerungskultur)