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Antikriegstag

OB Onay gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Zum Antikriegstag am 81. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs haben die IG Metall Hannover und die Landeshauptstadt Hannover am 1. September der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. In seiner Rede erinnerte Oberbürgermeister Belit Onay auf dem Ehrenfriedhof am Nordufer des Maschsees an die Gräueltaten der Nationalsozialist*innen und schlug den Bogen bis ins 21. Jahrhundert. 

Zwei Männer vor einem Mahnmal. © LHH

Oberbürgermeister Belit Onay (vorne) und Dirk Schulze gedachten der Oper von Krieg und Gewalt. 

Kriege und Konflikte seien heute nicht mehr fern und die Folgen seien längst auch in Europa zu spüren. "Wir sehen die vielen Menschen, die nach Europa kommen, die sich bei uns ein Leben in Frieden erhoffen. Zu häufig vergessen viele von uns, dass zum Frieden auch gehört, den vom Krieg bedrohten Schutz und Hilfe zu gewähren." Und er appellierte: "Frieden beginnt im Kleinen, im Alltag, im respektvollen und solidarischen Miteinander."

OB Onay: "Nie wieder Krieg hat nichts an seiner Dringlichkeit verloren"

Der heutige (und alljährlich begangene) Gedenktag wurde auf Initiative von Gewerkschaften erstmalig als Antikriegstag am 1. September 1957 begangen. Oberbürgermeister Onay betonte, dass das Motto "Nie wieder Krieg" nichts an seiner Dringlichkeit verloren habe. Zum Abschluss dankte er der IG Metall als gute und verlässliche Kooperationspartnerin für den Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer.

Zum Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer

Auf dem Gräberfeld ruhen 386 Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge aus ganz Europa. Sie wurden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in Hannover ermordet. Unter ihnen befanden sich 154 Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, die bei einer Massenerschießung am 6. April 1945 – vier Tage vor der Befreiung Hannovers – auf dem Stadtfriedhof Seelhorst getötet wurden.