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Virtuelles Gedenken

Stille Erinnerung am Mahnmal für das KZ Stöcken

Am 8. Mai 2020 erinnerte am Mahnmal für das KZ-Außenlager Stöcken ein Repräsentant der Arbeitsgemeinschaft KZ Stöcken des ehemaligen KZ Stöcken stellvertretend mit einem stillen Gedenken und der Niederlegung eines Kranzes an die ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers. Die ursprüngliche geplante öffentliche Gedenkveranstaltung am 8. Mai musste aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr abgesagt werden.

Symbolisches stilles Gedenken am Mahnmal für das KZ Stöcken, 8. Mai 2020 © LHH

Symbolisches Gedenken am Mahnmal für das KZ Stöcken, 8. Mai 2020

Das 1987 eingeweihte Mahnmal des Künstlers Hans-Jürgen Breuste erinnert an die Häftlinge und Opfer des KZ Stöcken; rund 1.500 Menschen, die von 1943 bis 1945 in der nahen Accumulatorenfabrik (heute Johnson-Controls) Zwangsarbeit verrichteten und unter unsäglichen Bedingungen auf dem Gelände des KZ Stöcken leben mussten.

Jährlich am 8.Mai erinnert die AG KZ Stöcken an das Schicksal der befreiten und der ermordeten Häftlinge. 403 Häftlinge starben im Lager und wurden auf dem Seelhorster Friedhof beerdigt. Eine Vielzahl an Häftlingen wurde nach der Räumung des KZ Stöcken auf dem "Todesmarsch" vom 7. April 1945 nach Bergen-Belsen erschossen oder starb dort später im Lager an den katastrophalen Bedingungen. Weitere rund 600 nicht mehr marschfähige Häftlinge wurden mit dem Zug aus dem KZ Stöcken evakuiert und am 13. April 1945 in einer Scheune bei Gardelegen grausam ermordet.