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Zentrale Gedenktage

Gedenken an die Pogromnacht 1938

Am 9. November wird am Gedenkort Neue Synagoge in Hannover jedes Jahr mit einem stillen Gedenken, dem Sprechen des jüdischen Totengebets "Kaddish" und einer Kranzniederlegung unter Beteiligung der jüdischen Gemeinden an die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 erinnert.

Die Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren eine vom nationalsozialistischen Regime organisierte Zerstörung von Einrichtungen jüdischer Gemeinden im Deutschen Reich. Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der jüdischen Deutschen seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die in den Holocaust an der europäischen Judenheit im Machtbereich der Nationalsozialisten führte.

Am 15. September 1870 wurde die Neue Synagoge in Hannover feierlich unter großer Beteiligung der Bevölkerung eingeweiht. Fast 70 Jahre – bis zur Zerstörung in der Reichspogromnacht – blieb diese Synagoge das religiöse Zentrum der Juden in Hannover. In der Nacht vom 9./10. November 1938 wurde die Synagoge von SS-Männern angezündet; in den folgenden Tagen wurde ihre Kuppel gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht.

Das Gedenken an die Opfer der Pogromnacht findet an der Stelle der zerstörten Synagoge statt; seit 1954 gibt es hier Zeichen des Gedenkens, 1978 und 1993 erhielt der Gedenkort seine heutige Gestalt. An der Stirnseite des Innenhofes ist eine Platte mit dem Davidstern und zwei Daten eingelassen, die an die Einweihung (15. September 1870) und an die Zerstörung (9. November 1938), symbolisiert durch einen Riss im Mauerwerk, erinnern. An den beiden Seitenwänden sind in hebräischer und deutscher Sprache die Worte: "Vergesst nie" eingemeißelt.

Die Anfangszeit und weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte unseren Ankündigungen in der Presse oder auf unserer Webseite unter: