Industriekultur

Linden, Leine, Limmer

Zeugnis der Industrialisierung

Zu Fuß, mit dem Rad oder per Bahn entlang der Leine

Im Jahre 1925 ließ ein Redakteur der sozialdemokratischen Tageszeitung „Der Volkswille“ seinen Blick vom Turm des hannoverschen Neuen Rathauses über die Stadt und ihre Umgebung schweifen: „Wir blicken in die Ferne und sehen bei klarem Wetter den Deister, das Steinhuder Meer, weit hinaus in die Ebene. Wenn wir uns daran satt gesehen haben, richten sich die Augen auf den Wald der Schornsteine, der die Stadt westlich und nördlich im Halbkreis dicht umsäumt. Da sind Ricklingen, Linden, Limmer, deren Hauptgebäude die Fabriken sind, über den Orten liegt drückend die Atmosphäre der Industrie: Qualm, Rauch, Ruß. Wenig Grün erfreut das Auge“.

Steigt man heute in Linden an der Stadtbahnstation „Glocksee“ der Linie 10 aus und bewegt sich in Richtung Königsworther Straße zur Brücke über die Leine, ergibt sich eine völlig anderes Bild: viel Grün ist in Sicht und das wird auf dieser Route durch Linden und Limmer entlang der Leine bis in den Stadtteil Ahlem so bleiben. Von der schönsten Brücke Hannovers geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad vorbei am Betriebshof Glocksee,  den „drei warmen Brüdern“, einer ehemaligen Bettenfedernfabrik, Leibniz Wasserkunst zur Conti in Limmer und Sprudella-Obstmost in Ahlem. Der Weg hat auch „schwere“ Erinnerungselemente wie die KZ-Außenlager Limmer und Ahlem oder die frühere jüdische Gartenbauschule mit dem Mädchenhaus. Wer will, kann alle Stationen dieser Tour auch bequem mit der Stadtbahnlinie10 der üstra AG abfahren.

Entlang der Leine

Station 1 - Brücke Königsworther Straße

Wo die Fabelwesen sitzen

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Entlang der Leine

Station 2 - Betriebshof Glocksee

Der älteste Betriebshof, der noch besteht.

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Erdgas ist die Grundlage

Station 3 - Die drei warmen Brüder: Heizkraftwerk Linden

Drei Schornsteine sind das Symbol des Wärmekraftwerks in Linden

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Wirtschaftlich bedeutend

Station 4 - Wo Leine sich und Ihme treffen: Justus-Garten-Brücke

Wer auf der Justus-Garten-Brücke steht, kann auf den schiffbaren Teil der Leine blicken, der für die Wirtschaft in früheren Jahren lebenswichtig war.

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Heute Kulturzentrum

Station 5 - Bettfedernfabrik Faustgelände: Einst voller Waschmaschinen

Das alte Firmengelände wird heute vielfältig genutzt. Kleine Gewerbebetriebe und Künstler sorgen für Leben auf dem Gelände.

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Technik zum Überleben

Station 6 - Mit Hecht, Aal und Äsche: Wasserkraftwerk Herrenhausen

Eine Fischaufstiegsanlage hilft die Artenvielfalt zu gewährleisten.

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Hier dreht sich alles ums feuchte Nass

Station 7 - Wasserkunst, Leine und Ernst-August-Kanal: Leibniz und die Fontäne

Wasser nicht nur als Verkehrsweg sondern auch zur Freude des Betrachters. Die Wasserkunst in und an den Herrenhäuser Garten ist einen Besuch wert.

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Im Gedenken

Station 8 - Gedenktafel für das KZ-Außenlager für Frauen, KZ Limmer

1000 Frauen fertigten Gasschutzmasken

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Station 9 - Conti Limmer: Werk auf der "grünen Wiese"

Gleich gegenüber befindet sich das große Gelände der einstigen Continental-Werke. Es ist ein Wahrzeichen für Limmer: die Conti mit den alten, roten, fünfg...

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Station 10 - Volksbad Limmer: Seit 1925 zur Erfrischung

Der Weg führt weiter über die Brücke an der Schleuse im Leine-Verbindungskanal zur Radler- und Wanderstation der Sportgemeinschaft Limmer von 1900 e. V. D...

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