Industriekultur

Schiffe, Schienen, Schächte

Zeugnis der Industrialisierung

Schleusen und Kalihalden bestimmen das Bild

Das Gebiet der heutigen Region Hannover lag schon vor Beginn der Industrialisierung äußerst verkehrsgünstig im Knotenpunkt jahrhundertealter Nord-Süd- und Ost-West-Handelswege und war reich an Bodenschätzen. So lieferte der Deister eine breite Palette verschiedener Rohstoffe (Bau- und Brennholz, Stein, Kalk, Ton und Steinkohle) während sich an anderen Orten wie zum Beispiel in Lehrte oder Sehnde ergiebige Kali-, Mergel- und Tonlagerstätten befanden. Durch die Eisenbahnlinien, die ab 1872 die Region durchzogen, hatten neben Hannover auch die umliegenden Gemeinden großen Anteil an der Industrialisierung. Mit dem Bau des 1916 in Betrieb genommenen Mittellandkanals stärkte Hannover seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt und dehnte seine Industrieflächen weiter aus. Die etwa 40 Kilometer lange Radtour „Schiffe, Schienen und Schächte“ führt auf den Fahrradrouten R 12, R 13 und dem Regionsring von der Hindenburgschleuse in Hannover-Anderten über Ahlten nach Lehrte und Sehnde, vorbei an baulichen Anlagen aus der Blütezeit der Eisenbahn, an Kalihalden, einem ehemaligen Ziegeleigelände, der Schleuse Sehnde-Bolzum, dem Bergwerk Hohenfels und dem Zementwerk in Höver und endet wieder in Anderten.

Station 1 - Hindenburgschleuse Anderten - Der Reichspräsident kam 1928

Der robuste rote Granit der Schleuse kommt von Helgoland. Die Befestigungsanlage auf der Insel war nach dem Ersten Weltkrieg von den Siegermächten geschle...

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Station 2 - Ahlten: Mächtig auf Draht ¿ Strom für die Bahn

Von 1842 bis 1843 legten die Bauarbeiter die Gleise für die Strecke Hannover-Braunschweig durch das Gebiet von Ahlten, das heute zur Stadt Lehrte gehört....

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Station 3 - Lehrte: Schienen brachten den Wohlstand

Die „dampfenden Feuerbüchsen“ wollte im frühen 19. Jahrhundert in Hannover niemand haben. Deshalb wurde Lehrte zunächst Endhaltepunkt der Strecke von Berl...

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Station 4 - Wasserturm erinnert an Zuckerfabrik

Im Jahr 1883 gründete August Bödecker die Lehrter Zucker AG, die seit 1990 Teil der Nordzucker AG ist. Acht Jahre später wurde die noch neue Fabrikanlage...

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Station 5 - Manske machte Zement

Die Manskestraße führt vom Kreisel am Wasserturm nach Norden Richtung Autobahn und erinnert an Hermann Manske. Er gründete 1881 in der Lehrter Feldmark di...

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Station 6 - Große Attraktion: Museumsstellwerk

Es gehört zu den Dauerattraktionen der Eisenbahnerstadt und ist ein prima Ausflugsziel für die Familie: Jeden 4. Sonntag im Monat vormittags öffnet das Mu...

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Station 7 - 85 Jahre lang Salze hoch geholt: Doppelschachtanlage Bergmannssegen-Hugo

Das Werk Bergmannssegen ging 1913 in Betrieb. „Hugo“ nahm schon 1909 Fahrt auf. Ein Jahr zuvor war der Schacht abgeteuft worden. 1947 war soviel unter Tag...

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Station 8 - Sehnde: Salz und Ton veränderten alles

804 erstmals urkundlich als „sinithi“ erwähnt, hieß der Ort 1028 „sinedi“ und 1147 „Senethe“. Sehnde bedeutet „Wohnplatz an der Viehweide“.  Bis heute sin...

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Station 9 - Zwei Ziegeleien am Ostrand

An der Bundesstraße 65 nach Rethmar am östlichen Rand Sehndes entstand um 1860 die erste Ziegelei des Ortes. Sie produzierte bis 1976 nahe der heutigen Fl...

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Station 10 - Kaliwerk Friedrichshall startete 1906

1901 ging es los mit dem Tiefbauschacht in Sehnde. Drei Jahre später stießen die Arbeiter bei 182 Metern auf festes Steinsalz. Bis der Schacht auf 520 Met...

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