Industriekultur

Schiffe, Schienen, Schächte

Zeugnis der Industrialisierung

Schleusen und Kalihalden bestimmen das Bild

Das Gebiet der heutigen Region Hannover lag schon vor Beginn der Industrialisierung äußerst verkehrsgünstig im Knotenpunkt jahrhundertealter Nord-Süd- und Ost-West-Handelswege und war reich an Bodenschätzen. So lieferte der Deister eine breite Palette verschiedener Rohstoffe (Bau- und Brennholz, Stein, Kalk, Ton und Steinkohle) während sich an anderen Orten wie zum Beispiel in Lehrte oder Sehnde ergiebige Kali-, Mergel- und Tonlagerstätten befanden. Durch die Eisenbahnlinien, die ab 1872 die Region durchzogen, hatten neben Hannover auch die umliegenden Gemeinden großen Anteil an der Industrialisierung. Mit dem Bau des 1916 in Betrieb genommenen Mittellandkanals stärkte Hannover seine Funktion als Verkehrsknotenpunkt und dehnte seine Industrieflächen weiter aus. Die etwa 40 Kilometer lange Radtour „Schiffe, Schienen und Schächte“ führt auf den Fahrradrouten R 12, R 13 und dem Regionsring von der Hindenburgschleuse in Hannover-Anderten über Ahlten nach Lehrte und Sehnde, vorbei an baulichen Anlagen aus der Blütezeit der Eisenbahn, an Kalihalden, einem ehemaligen Ziegeleigelände, der Schleuse Sehnde-Bolzum, dem Bergwerk Hohenfels und dem Zementwerk in Höver und endet wieder in Anderten.

Station 5 - Manske machte Zement

Die Manskestraße führt vom Kreisel am Wasserturm nach Norden Richtung Autobahn und erinnert an Hermann Manske. Er gründete 1881 in der Lehrter Feldmark di...

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Station 9 - Zwei Ziegeleien am Ostrand

An der Bundesstraße 65 nach Rethmar am östlichen Rand Sehndes entstand um 1860 die erste Ziegelei des Ortes. Sie produzierte bis 1976 nahe der heutigen Fl...

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