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Konzerte

Siebtes Sinfoniekonzert: Mahlers 2. Sinfonie

Chefdirigent Ivan Repušić leitet das Niedersächsische Staatsorchester beim Konzert mit Mahlers monumentaler "Auferstehungs-Sinfonie" am 16. und 17. Juni im Opernhaus.

"Er will das Höchste." Die Feststellung eines Kritikers nach der Uraufführung von Gustav Mahlers 2. Sinfonie im Dezember 1895 trifft den Anspruch des Komponisten in mehrfacher Hinsicht. Zum einen formal: Nach der viersätzigen Ersten errichtete Mahler ein monumentales fünfsätziges Gebäude mit gewaltigen Außensätzen und einem kreiselnden Scherzo als Dreh- und Angelpunkt in der Mitte des Werks. In die große sinfonische Form integrierte er verschiedene musikalische Gattungen: die sinfonische Dichtung »Todtenfeier« von 1888 als Kopfsatz, seine humoristische »Fischpredigt« aus »Des Knaben Wunderhorn« als Lied ohne Worte für den 3. Satz, das Orchesterlied "Urlicht" als 4. Satz (wiederum auf einen "Wunderhorn"-Text) und – frei nach Beethovens Neunter – ein großes Chorfinale, angeregt durch Klopstocks geistliches Lied "Die Auferstehung", das Mahler um sechs eigene Strophen erweiterte.

Große Besetzung

Auch klanglich und dynamisch geht Mahler in die Extreme: mit großer Instrumentalbesetzung des 100-köpfigen Orchesters mit Fernorchester, zwei Solistinnen und Chor; vom musikalischen Furor des Anfangs über den "furchtbaren Aufschrei der gemarterten Seele" (so Mahler) am Ende des 3. Satzes bis zum direkt anschließenden allerzartesten Solo-Einsatz der Altistin im verhallenden Tamtam-Schlag: "O Röschen rot! Der Mensch liegt in größter Not! Der Mensch liegt in größter Pein, viel lieber möchte ich im Himmel sein."

Auferstehungssinfonie

Von der größten Pein in den Himmel: auch programmatisch greift Mahler nach dem Tiefsten und Höchsten zugleich. Er spannt den Bogen von der Totenfeier für einen gestorbenen Helden bis zum hymnisch besungenen Glauben an Auferstehung und Erlösung. Und, wie der Dirigent Michael Gielen 1996 festhielt: "Mahlers Zweite packt einen, sie ist ergreifend. Er trifft sein Thema in überragendem Maße." So bedeutete die "Auferstehungssinfonie" (deren Name übrigens nicht von Mahler selbst stammt) für ihn den Durchbruch als Komponist und war seine zu Lebzeiten beim Publikum beliebteste und meistgespielte Sinfonie.

Programm

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 2 c-Moll "Auferstehung" 

Interpreten

Dorothea Maria Marx, Sopran
Julie-Marie Sundal, Alt
Chor der Staatsoper Hannover
Extrachor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover 
Ivan Repušić, Dirigent
Lorenzo Da Rio, Choreinstudierung

Termin(e): 16.06.2019 ab 17:00 Uhr
17.06.2019 ab 19:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz 1
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 21,00 € – 45,00 €
Vorverkauf: