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Oster-Tanz-Tage 2016 in Hannover

Tanzmetropole Hannover: Vom 21. bis zum 28. dreht sich in der Staatsoper wieder alles rund um das Thema Tanzen. Auf dem Programm stehen hochkarätige Gastspiele und Projekte mit Publikumsbeteiligung.

Bereits zum 13. Mal schaut die Tanzwelt an Ostern nach Hannover, wenn die Staatsoper die Oster-Tanz-Tage ausrichtet. Nach der großen Ballett-Premiere "Three is a Party" aus Anlass von Jörg Mannes' zehnjährigem Jubiläum als Ballettdirektor am 20. Februar ist dies das zweite Highlight der aktuellen Tanzsaison. Zwei besondere Gastspiele stehen in diesem Jahr auf dem Programm: Zum einen gibt es ein Wiedersehen mit Mario Schröder, der im letzten Jahr seinen Ballettabend "Chaplin" zeigte. Diesmal präsentiert seine eigene Kompanie, das Leipziger Ballett, seine getanzte Version des Mozart-Requiems. Und mit Sasha Waltz ist ein Weltstar des Tanzes zu Gast – mit einem ihrer berühmtesten Abende, dem "Sacre" zur Musik von Igor Strawinsky. Auch 2016 erwartet die Besucherinnen und Besucher der Oster-Tanz-Tage ein umfangreiches und vielfältiges Rahmenprogramm mit Workshops, Ballettaktionen für Kinder und Ausstellungen, das die Lebendigkeit des Tanzes eindrucksvoll unter Beweis stellt.

"Mozart-Requiem" aus Leipzig zu Gast in Hannover

Am Montag, den 22. März wird um 18 Uhr zunächst die Ausstellung "Tanzstadt Hannover VIII – 2006 - 2016 Ein Stück Zeit"eröffnet. Die achte Auflage ist eine sehr persönliche Retrospektive von Ballettdirektor Jörg Mannes und immer eine Stunde vor Vorstellungsbeginn sowie an den Samstagen 2. und 9. April von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos. Das Bühnenprogramm startet einen Tag später, am 23. März, mit Mario Schröders "Mozart Requiem". Wolfgang Amadeus Mozarts "Requiem" war sein letztes, unvollendetes Werk. Da der österreichische Komponist während der Arbeit an dem Auftragswerk starb, mussten seine Schüler Franz Xaver Süßmayr und Joseph Eybler das Werk vollenden. Nichtsdestrotz ist die Komposition bis heute seine populärste Arbeit. Die außergewöhnlichen Umstände und der Zeitpunkt seines Ablebens haben wohl auch dazu beigetragen, dass sich um "Requiem" im Laufe der letzten 200 Jahre zahlreiche Mythen gebildet haben. Von eben jener geheimnisumwitterten Komposition hat sich Schröder zu seinem "Mozart Requiem" inspirieren lassen. Das Ballett-Ensemble tanzt darin durch ein minimalistisch gehaltenes Bühnenbild und spielt mit den schönen, dunklen Bildern und den offen gebliebenen Fragen. Dem exzessiven Schaffensprozess Mozarts stellt er außerdem Ausschnitte aus der Gedichtsammlung des italienischen Filmemachers und Dichters Pier Paolo Pasolini gegenüber. 

Dreimal Party auf der Bühne

Der hannoversche Ballettdirektor Jörg Mannes bespielt die Bühne der Staatsoper am 23. März mit seiner Jubiläumsproduktion "Three is a Party". Wie der Name schon ahnen lässt, gibt es was zu feiern. Zehn Jahre arbeiten Mannes und seine Kompanie in dieser Spielzeit bereits in Hannover. Zu dem besonderen Anlass hat er sich die Choreographen Nils Christe und Jiří Bubeníček eingeladen, mit denen er sich persönlich verbunden fühlt. Gemeinsam mit dem hannoverschen Ensemble zünden sie auf der Bühne eine Party zur Musik von Richard Wagner, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Philip Glass.

Sasha Waltz' viel beachtetes "Sacre" im Opernhaus

Ein besonderes Gastspiel erwartet die Zuschauer am Karsamstag, dem 26. März. Dann ist die renommierte Compagnie um Sasha Waltz mit ihrer viel beachten Produktion "Sacre" zu Gast in Hannover. Igor Strawinskys "Sacre du Printemps" feierte im Jahr 2013 100. Geburtstag. Die Ballettmusik gilt als ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhunderts, was primär an den außergewöhnlich rhythmisch-klanglichen Strukturen liegt. Bis heute wurde das Werk vielfach in Kunst und Kultur aufgegriffen. Die deutsche Choreografin Sasha Waltz, die in Berlin 1993 die Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests gründete, konzeptionierte dazu ihr "Sacre". Das Tanztheaterstück wurde 2014 in Brüssel uraufgeführt und feierte kurz darauf in Berlin Premiere. Insgesamt 28 Tänzerinnen und Tänzer gehören zum Ensemble, das auf der Bühne emotionale, starke Bilder erschafft, die sich zwischen Faszination und Provokation bewegen. Die Inszenierung konnte Publikum und Kritiker gleichermaßen überzeugen.

Shakespeares Liebeswirren zu Ostern

Ostersonntag, den 27. März, ist Jörg Mannes Interpretation von Shakespeares "Was ihr wollt" zur Musik von Prokofjew, Schostakowitsch und Dvořák zu sehen, die am 14. November 2015 an der Staatsoper Hannover uraufgeführt und von Publikum und Kritikern gleichermaßen positiv aufgenommen wurde.

"Späte Mittänzer" gesucht

Vom 21. bis zum 24. März  besteht wieder die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Die beliebten Kurse der "Spätbewegten" begeistern schon seit vielen Jahren tanzbegeisterte Menschen über 45. Mathias Brühlmann, ehemaliger Solist und mittlerweile Choreographischer Assistent und Probenleiter an der Staatsoper Hannover, rief 2008 die Kurse ins Leben. Die Idee ist gewachsen und hat große Wellen geschlagen. Mittlerweile gibt es viermal wöchentlich Spätbewegten-Kurse und die Wartelisten sind lang geworden. Um mehr Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich daran zu beteiligen, gibt es auch diese Spielzeit zu den Oster-Tanz-Tagen einen Workshop mit dem märchenhaften Titel "simsalabimbambasaladusaladim". Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Telefonische Anmeldung unter Tel. +49 511 9999 1062.

Ballett für Kinder und Jugendliche

Für Kinder und Jugendliche von 6 bis 19 Jahren stehen vom 21. bis zum 24. März wieder verschiedene Ballett-Workshops auf dem Programm. Erstmals gibt es in diesem Jahr auch einen Kurs für tanzinteressierte Kids ohne Vorkenntnisse. Dieser richtet sich an alle zwischen 8 und 13 Jahren. Für die ganz jungen Tanzmäuse zwischen 3 und 5 Jahren gibt es am 28. März um 10 Uhr wieder "Socke", den Tanzworkshop für Kinder im Ballettsaal. Die Kosten belaufen sich auf 4 Euro. Eine Begleitperson darf mitgebracht werden.

Großes Finale der Mittänzer an Ostersonntag

Die gemeinsame Choreographie aller Ballett-Workshops sowie des Workshops "Spätbewegte spezial" trägt in diesem Jahr den Titel "Märchen der Welt". Sie ist am Ostersonntag, den 28. März, um 16 Uhr auf der Opernbühne zu sehen.

Tickets

Tickets für alle Vorstellungen sind an den Tageskassen des Opernhauses und im Schauspielhaus erhältlich. Beim Ticketkauf für drei Veranstaltungen (davon zwei Gastspiele und eine Produktion der Staatsoper Hannover – außer 28. März) erhalten Besucher eine Ermäßigung von 20 Prozent.

Preise

Gastspiele:
"Mozart Requiem" (22. März): 19,50 Euro - 46 Euro
"Sacre – Ein Abend in drei Teilen" (26. März): 22,50 Euro - 55,50 Euro

Hausproduktionen:
"Three is a Party" (23. März): 19,50 Euro - 46 Euro
"Was ihr wollt" (27. März): 19,50 Euro - 46 Euro
"Socke" (28. März): 4 Euro, kostenfrei für eine Begleitperson
"Märchen der Welt" (28. März) 8 Euro
Ausstellung "Tanzstadt Hannover":  Eintritt frei

(Veröffentlicht: 14. Januar 2016)