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Bühnen

Melting Bodies

Die Performance präsentiert eine Fusion aus zeitgenössischem Tanz, Installation und Medien-Kunst am 30. November in der Zinsser-Halle.

Die Performance Melting bodies ist eine Fusion aus zeitgenössischem Tanz, Installation und Medien-Kunst und wird in Hannover für das Studio : Ilka Theurich modifiziert.
Das Duett Melting bodies beruht auf Naturbeobachtungen, welche die Choreographin Kerstin Möller während ihrer zwei Forschungsaufenthalte in Island 2010 und 2017 machte.
Eine Untersuchung von sich langsam, aber merklich verändernden Landschaften, von verschwindendem Eis und potenziell steigenden Meeresspiegeln, aber auch dem Gefühl von Geborgenheit, das uns das In-der-Natur-sein geben kann. Makro-Aufnahmen von langsam schmelzendem Gletschereis erschaffen ein Gefühl davon, das etwas in Bewegung ist, aber schwer greifbar erscheint. Dies wird in Kontrast gesetzt mit der Geborgenheit vermittelnden Materialität des alten Kulturgutes Schafwolle, das in vielen Kulturen zu finden ist und hier als Sinnbild des menschlichen Bedürfnis nach Unterschlupf und Komfort, nach einem Zuhause steht. Das stete Schmelzen des Eises zeigt die Fragilität unseres Lebens und unseres Komforts und stellt die potentielle, langsame Veränderung oder gar das Verschwinden unseres Zuhauses, unserer Städte und unserer Umwelt, wie wir sie kennen, dar. Der Mensch hat das Zeitalter des Anthropozän geformt und wurde dort zu einer geologische Kraft.

Kerstin Möller studierte Choreographie und zeitgenössischen Tanz am Dartington College of Arts in England, der Icelandic Academy of Arts, Trinity Laban und am HZT in Berlin. Zudem hat sie einen Master of Arts in urbaner Soziologie von Goldsmiths, University of London und ein Diplom in Medien-Kunst von der HfG Karlsruhe. Sie zeigte ihre eigenen, interdisziplinären Arbeiten international unter anderem am ZKM Karlsruhe, Errant Bodies Gallery Berlin, Ada Studio Berlin, Frauenhaus Alpha in Wien, Arts Festival Deptford, London, dem LOT Theater Braunschweig, Mengi Reykjavik und vor kurzem bei der 18. Ausgabe des internationalen Kunstfestivals LungA in Seyðisfjörður, Island.
Als Darstellerin arbeitete sie einige Jahre mit dem Londoner Cluster Bomb Collective und arbeitete mit Christine Borch, Minou Polleros, dem Liberate Tate Performance collective und Alys North.

Petra Söör ist eine in Großbritannien lebende schwedisch-italienische Tänzerin. Sie studierte zeitgenössischen Tanz an der London Contemporary Dance School und dem Conservatoire de Lyon, Frankreich. Petra Söör ist Tänzerin, Choreographin und arbeitet in der Tanz-Vermittlung, sie zeigte ihre eigenen Arbeiten und Kollaborationen international und arbeitet zurzeit als Tänzerin am National Theatre in London und mit Simone Kenyon an der performativen Forschungsarbeit "Into the Mountain" im Cairngorms National Park in Scotland.
In den letzten Jahren hat sie unter anderem mit Tino Sehgal, Fevered Sleep, Charlotte Spencer Projects, Vera Tussing Projects und für Opera North in Leeds gearbeitet. Seit 2016 organisiert sie die auf kreativen Austausch fokussierte künstlerische Residenz Sleeping a Walking Mountain in Grövelsjön/Dalarna, Schweden.

Termin(e): 30.11.2018 ab 19:00 Uhr
Ort

Zinsser-Halle/ Studio : Ilka Theurich

  • Zur Bettfedernfabrik 3
  • 30451 Hannover

Einlass: 18:45 Uhr