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Bühnen

Der flüchtige Körper

Die "theatrale subversion" seziert die Konstruktionen von Körpern im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung und setzt dies am 12., 13. und 14. September im Kulturzentrum Pavillon in ein Theaterstück um. 

Wie mediale Bilderflut die Wahrnehmung verändert

Körper auf Booten. Körper, die über Zäune klettern. Körper, die Grenzen überwinden. Flucht ist mehr als die Bewegung zwischen Herkunfts- und Zufluchtsort. Sie verändert auch die Perspektive auf das Woher und das Wohin. Sie befördert Sehnsüchte, Illusionen, Geschichte und Geschichten.

In "Der flüchtige Körper" seziert die theatrale subversion, ausgehend von der medialen Bilderflut der letzten Jahre, die Konstruktionen von Körpern im Zusammenhang mit Flucht und Vertreibung. Welchen Einfluss haben diese Bilder auf die Wahrnehmung von eigenen und von fremden Körpern? Eine szenische Recherche zwischen Videoinstallation, Performance und Choreografie.

Der Begriff "Flüchtlingswelle"

Im Zusammenhang mit der vergleichsweise hohen Anzahl an geflüchteten Menschen, die die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2015 aufgenommen hat, wurde in den Medien immer wieder der Begriff "Flüchtlingswelle" angeführt. Ein Sprachbild, das problematisch erscheint; assoziiert man damit doch mehr eine unförmige, bedrohliche Masse an Körpern, die wie eine Naturkatastrophe über "uns" hereinbricht statt individuelle Schicksale.

Wenn in diesem Kontext schon Naturgewalten herhalten müssen, sollte man jedoch eher von einer "Bilderflut" sprechen, die die Menschen in den vergangenen drei Jahren überschwemmt hat: Körper aneinandergedrängt auf Booten, nach helfenden Händen greifend. Körper, die über Zäune klettern, sichtbare und unsichtbare Grenzen überwinden.

Thema Flucht und Vertreibung in Körperbildern 

Ausgehend von dieser Beobachtung hat sich die "theatrale subversion" dazu entschlossen, sich dem Thema Flucht und Vertreibung über den Körper und die Untersuchung von Körperbildern zu nähern. Denn diese Bilder stehen nicht für sich allein. Sie sind immer Teil verschiedener sich oftmals widersprechender Erzählungen und werden von politischen Akteuren jeglicher Couleur instrumentalisiert. Sie sind Ausgangspunkt und Kontext sozialer Interaktion. 

Termin(e): 12.09.2019 ab 19:30 Uhr
13.09.2019 ab 19:30 Uhr
14.09.2019 ab 19:30 Uhr
Ort

Kulturzentrum Pavillon

  • Lister Meile 4
  • 30161 Hannover
Preise:
VVK 13,00 €
Abendkasse / ermäßigt 16,00 € / 10,00 €