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Bühnen

Premiere: Geschichte eines Massenmörders

Der Amoklauf auf der norwegischen Insel Utøya im Jahr 2011 versetzte die Welt in Unruhe. Regisseur Erik Ulfsby zeigt in dem Premierenstück, wieso rechte Ideologien als Auffangbecken für die Zurückgewiesenen dienen.

Menschen in einem farbig ausgeleuchtetem, breiten Treppenhaus © HMTG / Kircher

Die Cumberlandsche Galerie als Party-Area

Hintergrund zum Stück

Am 22. Juli 2011 tötete ein junger Mann in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen. Die meisten Opfer waren Jugendliche eines Sommercamps der norwegischen Sozialdemokraten, die politische "Zukunft des Landes". Er tat es strategisch, erschoss einen nach dem anderen, in der grotesken Selbstinszenierung eines Erlösers. Diese Tat hat nicht nur das friedliche Norwegen traumatisiert. Um zu verstehen, was passiert ist, recherchierte die Journalistin und Autorin Åsne Seierstad monatelang, führte Gespräche mit Angehörigen und Weggefährten...

"Einer von uns"

Doch es gibt keine Erklärung. Stattdessen die schmerzliche Erkenntnis: Dieser Mann war "einer von uns", der nach Anerkennung strebte und diesen Kampf im "echten Leben" immer wieder verloren hat. Fünf Jahre verbringt er mit Computerspielen, in denen er Mut und Tatkraft beweisen kann und Verantwortung, Anerkennung und Ruhm erntet – bis er auf islamfeindliche Propagandaseiten im Internet stößt.

Er bastelt sich im Digitalen eine Weltordnung zurecht, die während seiner Taten untrennbar mit der Realität verschwimmen. Endlich ist er jemand. Er will, dass die Welt seinen Namen nicht vergisst.

Auffangbecken

Der norwegische Regisseur Erik Ulfsby wird auf das Recherchematerial von Åsne Seierstad zurückgreifen, auch um zu zeigen, warum sowohl in Norwegen als auch in Deutschland gerade rechte Ideologien als Auffangbecken für die Zurückgewiesenen und Zukurzgekommenen dienen.

Termin(e): 20.03.2019 ab 20:00 Uhr
Ort

Cumberland

  • Prinzenstraße 9
  • 30159 Hannover
Preise:
25,00 €
Vorverkauf: