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Konzerte

Drittes Sinfoniekonzert: Brahms und Franck

Der Pianist Lars Vogt spielt Brahms erstes Klavierkonzert beim Sinfoniekonzert des Niedersächsischen Staatsorchesters am 26. und 27. November im Opernhaus.

Neben Johannes Brahms zweiten Klavierkonzert steht César Francks Sinfonie d-Moll auf dem Programm des dritten Sinfoniekonzerts mit dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover am 10. und 11. September im Opernhaus. Dirigent des Abends ist der musikalische Leiter des Orchesters Ivan Repušić, Solist bei Brahms Klavierkonzert der Pianist Lars Vogt.

César Franck

Wenig Glück war den beiden Werken des Programms bei ihren Uraufführungen beschieden: Wie das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms 1859 vor hannoverschem – und wenig später beim Leipziger – Publikum auf Unverständnis stieß, bereitete auch 1889 das orchestrale Hauptwerk César Francks in Paris den Hörern gravierende Schwierigkeiten. Ein Professorenkollege Francks am Conservatoire von Paris ließ sich zu der Bemerkung hinreißen: "Das soll eine Sinfonie sein? Hat man je gehört, dass in einer Sinfonie ein Englisch-Horn vorkommt?" Dem renommierten Komponisten Ambroise Thomas rauchte ob der harmonischen Komplexität der Einleitung wohl der Kopf: "Was ist das für eine d-Moll-Sinfonie, bei der das erste Thema im neunten Takt nach des, im zehnten nach ces, im einundzwanzigsten nach fis moduliert?" Auch Charles Gounod attestierte Franck, der sich bis dahin insbesondere mit geistlicher Musik für Chor oder Orgel hervorgetan hatte, kompositorisches Unvermögen. Es ist offensichtlich, dass Francks Zeitgenossen mit seinen Bemühungen um eine neue, sehr persönliche Auslotung der sinfonischen Formschemata, mit seiner Vielfalt an Motiven und komplexen Kontrapunktik, haderten. Für die jüngere Komponistengeneration hingegen, wie zum Beispiel Ernest Chausson, Vincent d’Indy oder Claude Debussy, der zeitweilig Francks Schüler war, sollte gerade diese Sinfonie mit ihrer Melodik, ihrem Pathos und ihrer "Grandeur" sowie ihrer weit in die Zukunft weisenden Harmonik eines der einflussreichen Werke ihrer Zeit werden.

Johanns Brahms

Die Hörer des ebenfalls in d-Moll stehenden 1. Klavierkonzerts Johannes Brahms’ hatten sich ähnlich überfordert und unbefriedigt gezeigt: Sie vermissten die damals übliche vordergründige Virtuosität des Klavierparts, stereotype Formen und die lediglich dienende Rolle des Orchesters. Wuchtig entlädt sich der Kopfsatz von titanischen Ausmaßen mit einer grandiosen Direktheit, die die komplizierte Entstehung für Brahms zu verleugnen scheint: Zunächst als Sonate für zwei Klaviere konzipiert, dann als Ausgangspunkt für eine Sinfonie gedacht, entwickelte sich das Werk erst im Laufe der drei Jahre Kompositionszeit zu dem wegweisenden Konzert, in dem er virtuose Spieltechnik und intimen Ausdruck zur harmonischen Einheit verband.

Konzerteinführung

Jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn erfolgt eine Kurzeinführung in das Programm des Abends.

Programm

Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 d-Moll op. 15

César Franck
Sinfonie d-Moll

Termin(e): 26.11.2017 ab 17:00 Uhr
27.11.2017 ab 19:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz
  • 30159 Hannover
Preise:
Eintritt 23,00 € – 45,00 €
Vorverkauf: