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Bühnen

Premiere: Dialoge der Karmelitinnen

Frankreich im Jahr 1794: Die Oper von Francis Poulenc, nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos, ist in drei Akten und zwölf Bildern im Opernhaus zu sehen. Premiere der Inszenierung ist am 2. Juni; anschließend findet eine Premierenfeier im Foyer statt.

Paläste sind geplündert, Kirchen entweiht, Klöster gestürmt: La Grande Terreur, der Höhepunkt der postrevolutionären Schreckensherrschaft, ist Ausgangspunkt der Oper, die am 2. Juni 2018 Premiere im Opernhaus Hannover feiert.

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?

Zehntausende Menschen werden hingerichtet, Arbeiter und Bauern, Adelige und Geistliche. "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" – die hoffnungsvolle Parole der Revolution hat sich zur brutalen Drohgebärde gewandelt. Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte einer Glaubensgemeinschaft von Nonnen des Karmeliter-Ordens.

Zentrum der Handlung ist die junge Adelige Blanche, die ihre neurotische Lebensangst durch die Aufnahme in die strenge Gemeinschaft des Karmel zu überwinden hofft. Als das Kloster durch die Revolutionsgarden aufgelöst und die Nonnen verhaftet werden, flieht sie in das Haus ihres Vaters. Doch nach der Verurteilung ihrer Mitschwestern zum Tod kehrt sie zu diesen zurück und besteigt nach ihnen das Schafott.

Hintergrund und aktueller Bezug

Mitte der 1950er Jahre schrieb Francis Poulenc die Oper "Dialogues des Carmélites". Die Wahl des Stoffes – die historisch verbriefte Hinrichtung von später als Märtyrerinnen seliggesprochenen Nonnen – wirkt wie aus der Zeit gefallen: ein Werk der katholischen Erneuerung zwischen Zweitem Weltkrieg und Zweitem Vatikanischen Konzil. Die "Dialogues des Carmélites" eröffnen ein religiöses Themenfeld. 

Und doch stellt das Werk Fragen, die heute noch und erst recht wieder brisant sind: Wie geht eine radikalisierte Gesellschaft mit Minderheiten um? Was sind die Auswirkungen von Gewalt, Verfolgung und Todesgefahr auf den Einzelnen und eine Gemeinschaft? Ist die Selbstopferung, im Glanz göttlicher Gnade, ein legitimer Ausweg aus seelischer Not?

Termin(e): 02.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
06.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
09.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
13.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
19.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
23.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
28.06.2018 
von 19:30 bis 21:30 Uhr
Ort

Opernhaus Hannover

  • Opernplatz
  • 30159 Hannover
Preise:
20,00 - 69,50 €
Vorverkauf:

Produktion empfohlen ab Klasse 11.