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Konzerte

Knorkator

"Deutschlands meiste Band der Welt" kommt nach Hannover: Knorkator machen am 22. November 2019 im Capitol Hannover Station auf ihrer "Zweck ist Wiederstandslos" Tour.

Die Berliner Band Knorkator ist eine schillernde und außergewöhnliche Musikformation, der es gelingt, souverän und verspielt aggressiven Hardcore Metal mit feinsinnigem und klassischem Tonsatz zu verbinden. Die Konzerte sind legendäre, bizarre Wechselbäder aus bunt zusammen gewürfelten Stilistiken, einerseits leichtfüßigem Tanz zwischen rüdem Gefluche und zarter Poesie, pathetischem Größenwahn und infantilem Blödsinn andererseits.

Genrevielfalt in Personalunion

Sänger Stumpen ist gleichsam die Personifizierung dieser Vielfalt. Als großflächig tätowierter Glatzkopf schimpft er lautstark auf sein Publikum ein, um im nächsten Moment mit schwindelerregendem Falsett Arien zu schmettern. Pianist Alf Ator, der sich auch als Komponist und Texter verantwortlich zeichnet, zerschlägt dazu auch gern mal im Takt seine Instrumente oder wirft Schaumgummiorgeln ins Publikum. Gitarrist Buzz Dee treibt mit seiner Figur und seinem Gitarrensound selbstbestimmt und eigenständig den Sound der Band voran.

Über 20 Jahre Bandgeschichte

Knorkator wird 1994 von Stumpen und Alf Ator gegründet. Zunächst erspielt sich die Band ihr Publikum in Berlin und Brandenburg. Mit ihrem Erfolg bei einem Newcomer Wettbewerb werden sie über die Berliner Grenzen bekannt. 1996 tourt Knorkator im Support von Rio Reiser durch Deutschland. 1998 unterschreiben die Musiker bei Rodrigo Gonzalez (Die Ärzte) ihren ersten Plattenvertrag. Bis 2016 veröffentlicht Knorkator insgesamt acht Studioalben, drei DVDs und etliche Singles bei Universal, Nuclear Blast, Sanctuary und dem eigenen Label Tubareckorz.

"Wer ließ diese Irren ins Fernsehen?"

Besonderes Medieninteresse bekommt die Band im Jahr 2000, als sie beim Vorausscheid zum Eurovision Song Contest für einen  handfesten Skandal sorgen. BILD kommentiert: "Wer ließ diese Irren ins Fernsehen?"

Marilyn Manson bis Bloodhound Gang

Knorkator spielt zwischen 1996 und 2018 über 900 Konzerte, 150 Festivals und Alf und Stumpen moderieren auf Radio Fritz die Radioshow "Der Fritz Kommunikator". Außerhalb Berlins bekommt die Band zunächst jedoch wenig Medienecho. Knorkator bedient sich zwar virtuos einer Vielzahl von Images und Stilistiken, kann jedoch keiner Richtung wirklich zugeordnet werden. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich ihre Fans in jahrelanger kontinuierlicher Arbeit live zu erspielen. Als Vorgruppe von Marilyn Manson oder der Bloodhound Gang machen sie eine gute Figur.

Schluss

Dennoch gibt die Band 2008 das Ende ihrer Karriere bekannt und veranstaltet eine Abschiedstour, die wiederum ein unerwartetes Medienecho auslöst. Bisher weitgehend von Presse, Radio und Fernsehen ignoriert, häufen sich nun traurige Nachrufe und respektvolle Verbeugungen von Künstlern und Kritikern. Es ist die Rede von "… einem riesigen Loch in der deutschen Musiklandschaft, das niemand mehr füllen kann …"

Doch nicht Schluss

In den folgenden Jahren konzentrieren sich Stumpen, Buzz Dee und Alf Ator auf eigene, kleinere Projekte, aber der Gedanke an einen Neuanfang macht schon wenige Monate nach der Abschiedstour die Runde. Nach und nach entstehen neue Songs, bis Knorkator im April 2011 beschließen, mit Aufhören aufzuhören. Unterstützt durch Nicolaj Gogow und ihrem neuen Bassisten Rajko Gohlke veröffentlicht die Band im September 2011 ihr Album "Es werde Nicht". Der ungehobelte Trash-Sound der frühen Alben ist mittlerweile einem druckvolleren, ausgereifteren Bandsound gewichen, ohne jedoch das anarchistische Grundkonzept zu verwässern. Diese Entwicklung hat positive Wirkung, Fans und Kritiker freuen sich, die darauffolgende Tour ist ausverkauft.

Neustarten, durchstarten

2016 erscheint das achte Studioalbum "Ich bin der Boss". Während die Band bisher zwar auch immer die großen Fragen der Menschheit und des Lebens thematisierte (wenn auch zumeist in überhöhter und sarkastischer Form) lassen sich nun erstmals Tendenzen zur Reflexion des aktuellen Zeitgeschehens erkennen. Einen Gastauftritt hat unter anderem der beliebte Schauspieler und Sänger Axel Prahl. Und mit dem Song "Zähneputzen, Pullern, ab in's Bett!" kann der Altersdurchschnitt der Fans drastisch nach unten erweitert werden. Die Tour zum Album dauert bis tief ins nächste Jahr hinein, die Publikumszahlen sind erneut gestiegen, frohen Mutes beginnt das Songwriting für das nächste Album.

Status Quo

2018: Die Vorproduktion der neuen Scheibe ist in vollem Gange, das bisherige Songmaterial lässt Gutes erahnen, Ende des Jahres geht es ins Studio, das nächste Album soll im Herbst 2019 erscheinen, dann wird die Band bereits 25 Jahre existieren.

Termin(e): 22.11.2019 ab 20:30 Uhr
Ort

Capitol

  • Schwarzer Bär 2
  • 30449 Hannover
Preise:
Eintritt 33,95 €
Vorverkauf:

Einlass ab 19:00 Uhr.

Die Eintrittskarte ist ab drei Stunden vor Veranstaltungsbeginn bis Betriebsschluss als Fahrausweis für alle Verkehrsmittel des GVH gültig.