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Betriebsrestaurants in der Stadt

Sozialverein bei der Oberfinanzdirektion

Die Kantine von Hannovers oberster Finanzbehörde befindet sich standesgemäß ganz oben im Dienstgebäude des Landesamtes für Steuern Niedersachsen gleich hinterm Waterloo-Biergarten. Der Weg ins 9. Obergeschoss führt durch den Haupteingang vorbei am Pförtner, der die Tür ins Innere des Flachbaus elektronisch öffnet und so den langen Gang bis zu den Aufzügen freigibt.

Geregelte Mittagspause mit Aussicht

Für den einmaligen Besuch der Kantine über den Dächern der City ist kein Besucherausweis erforderlich. Stammgäste und Gruppen hingegen müssen sich als Besucher registrieren lassen und können gegen ein Pfand von 10 Euro einen Besucherausweis beantragen und bekommen dann einen Transponder, mit dem sich die Eingangstür zum Dienstgebäude Waterloostraße 5 öffnen lässt. Die Zutrittsberechtigung ist auf zwei Jahre befristet und kann verlängert werden. Der Antrag für einen Besucherausweis kann auch online gestellt werden unter https://lstn.niedersachsen.de/wir_ueber_uns/sozialverein/wichtiger-hinweis-fuer-unsere-externen-gaeste-166887.html. Aber wie gesagt: Wer nur einmal gerne schauen und schlemmen möchte, ist herzlich willkommen und darf auch ganz ohne Antrag und Ausweis hereinspazieren.

Der kleine Ausflug in den Himmel über Hannover lohnt in vielerlei Hinsicht. Von jedem der rund 150 Plätze an den Vierer-Tischgruppen im Behörden-Restaurant in der 9. Etage (das vom Sozialverein bei der Oberfinanzdirektion Hannover e. V. betrieben wird) hat man eine großartige Aussicht auf das benachbarte Neue Rathaus und die Altstadt auf der einen Seite und gegenüber auf das Ihme-Zentrum mit dem Heizkraftwerk "Die drei warmen Brüder" im Stadtteil Linden, der Waterloo-Säule in der Calenberger Neustadt und den weit entfernten Höhenzug Deister an der Nordgrenze des Niedersächsischen Berglandes.

Gute Preise und gute Stimmung

Auch dies sind gute Aussichten: Beamte und Besucher zahlen denselben fairen Preis für die drei wechselnden Gerichte des Tages, die Stimmung ist gelöst und das Personal gut gelaunt. Gutbürgerliche Küche mit Fleisch wie etwa gebratene Maispoularde mit Weißweinsauce oder Schweinerückensteak mit Trüffelmarinade steht ebenso auf der wöchentlichen Speisenkarte wie Gesundes mit Gemüse oder Fisch wie beispielsweise rustikale Kartoffel-Gemüsepfanne mit Schnittlauchschmand oder gedämpftes Wildlachsfilet mit gebratenen Zucchini und Bandnudeln (3,70-6,50 Euro + 1 Euro für Beilagen). Am Salatbuffet zwischen den beiden Essenausgabestellen herrscht Selbstbedienung, der große Teller wird pauschal mit 4,20 Euro berechnet. Zum selben Preis gibt es, allerdings nur dienstags, auch Currywurst mit Spezialsauce und Pommes.

Wie die Zeiten sich ändern

Ein kurzer Blick zurück in die Geschichte zeigt, dass die kulinarische Auswahl nicht immer so "gastfreundlich" war. Ursprünglich wurde der Sozialverein bei der Oberfinanzdirektion Hannover e. V. am 14. Juni 1951 mit dem Ziel gegründet, "den Bediensteten der Oberfinanzdirektion und sonstigen Berechtigten ein ausreichendes und bekömmliches Mittagessen zu verabfolgen" (Zitat aus einer früheren Satzung). Damals war das Angebot auf Grund der räumlichen Gegebenheiten eher bescheiden – man aß, "was auf den Tisch kam". Es gab ein einziges Mittagsgericht, später kam eine so genannte "Schonkost" hinzu. Wie schön, dass sich die Dinge rundum zum Besseren entwickelt haben!

 

Mittagstisch auf einen Blick
Zeiten Mo-Fr, 11:30-13:30 Uhr
Kosten (Gäste) 3,70-5,50 Euro
Barzahlung ja
Transponder / Pfand ja / 10,00 Euro
Stand September 2019