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Kultband

30 Jahre Fury in the Slaughterhouse

Eine Band, die es eigentlich nicht gibt, verkauft nach jahrelanger Pause 30.000 Konzert-Tickets in einer Stadt, ohne eine neue Platte herausgebracht zu haben. Die Rede ist von Fury in the Slaughterhouse.

Aufstieg zur Kultband

Im Frühjahr 1987 gründen die Hannoveraner Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder mit Drummer Rainer Schumann, Gitarrist Christof Stein und Bassist Hannes Schäfer Fury in the Slaughterhouse. Anstatt auf eine Neuauflage der abgeebbten Neuen Deutschen Welle zu setzen, produzieren die Furys eingängige Rockmusik mit englischen Texten und sind schnell erfolgreich. Die Alben "Jau" (1990) und "Hooka Hey" (1991) erreichen die Top 50 der deutschen Verkaufscharts, 1993 gelingt der große Durchbruch mit den Hit-Singles "Radio Orchid" und "Every Generation Got Its Own Disease". Das dazugehörige Album "Mono" klettert nicht nur auf Rang 12 in den deutschen Charts, sondern durchbricht auch in den den USA die 100.000er Verkaufsgrenze. Mit dem Erfolg kommt aber auch der Stress, und Ende 1994 verläst Gitarrist Stein kurzfristig die Band, macht aber dann doch weiter. 1995 touren die Furys erneut die Republik und die Staaten, um sich anschließend eine längere Pause zu gönnen. 1996 wird Bassist Hannes Schäfer durch Christian Decker ersetzt. Im Anschluss bringt die Band etwa alle zwei Jahre ein neues Album auf den Markt, kann aber nicht mehr an den Erfolg von Mono anknüpfen.

Soloprojekte, Abschied und Zugaben

Zwischenzeitlich nehmen die einzelnen Bandmitglieder verschiedene Projekte in Angriff, und es erscheinen Solo-Alben. So zum Beispiel von Christof Stein unter dem Namen Wohnraumhelden und von Kai Wingenfelder unter seinem Geburtsnamen. Im Sommer 2008 verabschieden sich Fury In The Slaughterhouse mit einer großen Tournee und drei spektakulären ausverkauften Konzerten auf der Parkbühne Hannover von ihren Fans. 2011 kommt die Band nochmal zusammen und spielt nach einem Heimspiel von Hannover 96 ihren Hit "Won't Forget These Days" im Stadion. Zwei Jahre später gibt es eine weitere Zugabe: Am 8. Juni 2013 tritt die Band (mit Gästen) unter dem Motto "Eine Stadt – eine Band – ein Konzert" vor 25.000 Zuschauern auf der Expo-Plaza auf. Passend zum 30-jährigen Bandjubiläum kommt es am 10., 11. und 12. März 2017 erneut zu drei Reunion-Konzerten; diesmal in der TUI Arena in Hannover. Dort spielen Fury In The Slaughterhouse in der Originalbesetzung, die sich 2008 verabschiedete: Kai Wingenfelder (Gesang), Thorsten Wingenfelder (Gitarre), Christof Stein-Schneider (Gitarre), Rainer Schumann (Schlagzeug), Gero Drnek (Keyboard, Gitarre) und Christian Decker (Bass).