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175 Jahre Staatseisenbahn im Königreich Hannover

Die Königlich Hannöverschen Staatseisenbahnen bestanden von 1843 bis zur Einverleibung des Königreichs Hannover in das Königreich Preußen im Jahre 1866. Die erste Strecke über 16 Kilometer Länge von Hannover über Misburg nach Lehrte wurde am 22. Oktober 1843 eröffnet.

Obwohl König Ernst August zunächst noch zu den Skeptikern des Bahnbaus zählte, setzte auch in Hannover angesichts der voranschreitenden Eisenbahnplanungen der Nachbarstaaten seit 1840 eine energische Eisenbahnpolitik ein. Die Regierung hatte die Bedeutung der Bahnen für die Wirtschaft des Landes erkannt, erließ 1840 ein Eisenbahngesetz und gründete 1843 die Königlich hannoversche Eisenbahndirektion. Alle projektierten Bahnen sollten als Staatsbahnen gebaut werden, da ausreichendes privates Kapital in Hannover selbst nicht zur Verfügung stand, man aber den Einfluss kapitalkräftiger auswärtiger Unternehmer vermeiden und die Nachfrage nach den zum Bau und Betrieb benötigten Produkte zur Förderung des einheimischen Gewerbes nutzen wollte.

Erste Streckenöffnung 1843

Die erste Strecke über 16 Kilometer Länge von Hannover über Misburg nach Lehrte wurde am 22. Oktober 1843 eröffnet. Die Fortsetzung in Richtung Braunschweig folgte am 1. Dezember 1843 bis zur Landesgrenze bei Peine; dort schloss am 19. Mai 1844 die Herzoglich Braunschweigische Staatseisenbahn an, der fast ein Drittel der nun insgesamt 60 Kilometer langen Verbindung der beiden Residenzstädte gehörte. Am 15. Oktober 1845 folgte Lehrte–Celle und am 12. Juni 1846 schließlich Lehrte–Hildesheim.

Kreuzbahn, um einen Bahnhof zu verhindern

Von dieser Kreuzbahn ausgehend wurden folgende weitere Strecken unter der Führung der am 13. März 1843 eingerichteten Direction der Königlich Hannoverschen Eisenbahn gebaut. Der Begriff "Kreuzbahn" entstand durch den Willen König Ernst August I., einen zentralen Bahnhof in Hannover zu verhindern. Die Strecken führten deshalb in Lehrte kreuzförmig zusammen. So konnte sich dort ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt entwickeln.

Lokomotive vom Hanomag-Vorgänger

Zur Eröffnung der Strecke Hildesheim – Lehrte 1843 stellte die Maschinenfabrik Egestorff (später Hanomag) ihre erste Lokomotive vor, die mit dem Namen "Ernst  August" künftig zwischen Celle und Hildesheim fuhr.

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