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Jubiläen in 2018

200 Jahre Klosterkammer Hannover

In vier öffentlich-rechtlichen Stiftungen verwaltet die Klosterkammer Hannover ehemals klösterliches und kirchliches Vermögen. Offiziell gegründet wurde sie im Jahre 1818, ihre Wurzeln reichen jedoch bis zur Gründung einiger Klöster im Mittelalter zurück.

Als Kurfürst Georg Ludwig von Hannover 1714 als Georg I. den englischen Thron bestieg, entwickelte sich in der Verwaltung eine zentrale Einrichtung für die Klosterangelegenheiten. Im Jahr 1718 tauchte die Bezeichnung Klosterkammer erstmals auf. Ein weiterer hannoverscher Landesherr besiegelte rund 100 Jahre nach ihrer ersten Erwähnung die Gründung der Klosterkammer als eigenständige Behörde: Prinzregent Georg, der spätere König Georg IV. von Großbritannien, Irland und Hannover. In den Wiener Friedensverhandlungen, die auf Napoleons Niederlage 1813 folgten, wird das Kurfürstentum Hannover zum Königreich erhoben. Es gewinnt die Gebiete der Fürstbistümer Hildesheim und Osnabrück hinzu. Das Vermögen der dort nach 1803 aufgelösten reichen Klöster vergrößert das zu verwaltende ehemalige Klostervermögen. Am 8. Mai 1818 unterzeichnet Georg in London das Gründungspatent der Königlichen Klosterkammer, am 26. Juni 1818 wird die neue Verwaltung feierlich eingeführt.

Die Klosterkammer ist heute eine Landesbehörde unter der Rechtsaufsicht des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur. Sie verwaltet das ihr anvertraute Vermögen in vier öffentlich-rechtlichen Stiftungen. Die größte, der Allgemeine Hannoversche Klosterfonds (AHK), geht auf die Gründungszeit im Jahr 1818 zurück. Drei weitere Stiftungen ähnlicher Zweckbindungen sind im Laufe des 19. Jahrhunderts hinzugekommen: der Domstrukturfonds Verden, der Hospitalfonds St. Benedikti Lüneburg und das Stift Ilfeld.

(Quelle: Klosterkammer Hannover)

Ausstellung zum Jubiläum

 

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