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Wald-Biergarten an der Eilenriede

Lister Turm

Der idyllische Waldbiergarten an der Eilenriede ist einer der größten und schönsten in Hannovers Stadtgebiet. Die familienfreundliche Open Air-Oase ist nur wenige Minuten entfernt vom belebten Einkaufsboulevard Lister Meile und bietet bis zu 1.000 Sitzplätze, die sich zwischen den schattigen Bäumen des Stadtwaldes, dem großen Kinderspielplatz und der historischen Kulisse des Lister Turms verteilen. Unter der Woche ist es bei Einbruch der Dunkelheit besonders romantisch, Samstagnachmittags werden auf einer Videowand die Fußballspiele der Bundesliga live übertragen, und am Sonntagvormittag trifft man sich mit Freunden und Familie gern zum Frühschoppen.

Griechische Grillspezialitäten und Bayerische Brotzeit

Wer sich vor der Radtour oder nach dem Spaziergang durch die Eilenriede noch in aller Ruhe stärken will, findet im großen Biergarten am Waldrand eine große Auswahl von herzhaften Leckerbissen. Am Odysseus-Grillhäuschen gibt es beliebte griechische Spezialitäten wie Bauernsalat mit Schafskäse, hausgemachtes Zaziki mit Brot, Fladenbrot und Pita mit Spinat, auch das mit Gyros sowie die Bifteki und Suflaki sind topfrisch und werden auf einem Porzellanteller serviert. Wer lieber typisch bayerische Schmankerl mag, findet am Stand nebenan Obatzter (also eine pikante Käsecreme) oder Apfelschmalz mit Brot, Weißwürste mit süßem Senf und Laugenbrezeln. Auch der Biergarten-Klassiker Bratwurst mit Pommes fehlt nicht. Am Biertresen werden Hasseröder Premium Pils, Löwenbräu Hell und Dunkel sowie Franziskaner Hefeweißbier frisch gezapft und eine süffige Dunkelbierbowle mit Früchten ausgeschenkt. Und wer auch im Biergarten nicht auf Laptop oder Smartphone verzichten möchte, kann das kostenfreie WLAN-Netz nutzen.

Geschichte und Geschichten zum Lister Turm

Der Lister Turm hat eine buchstäblich wechselvolle Geschichte. Tatsächlich hat es zwei Bauwerke mit ein und demselben Namen gegeben. Der alte Lister Turm wurde 1387 als Wachturm der hannoverschen Landwehr an der Celler Chaussee (der heutigen Podbielskistraße) errichtet, um den Handelsweg in die Stadt zu kontrollieren. Als zum Ausgang des 19. Jahrhundert die Freizeitgestaltung im Freien groß in Mode kam, entstand an der heutigen Stelle der neue Lister Turm nach den Entwürfen des hannoverschen Architekten Hermann Schaedtler in Anlehnung an den mittelalterlichen Vorgänger. Eröffnung war am 1. Mai 1898 als romantische Waldgaststätte mit Freigelände für Platzkonzerte und öffentliches Ballvergnügen.

Vergnüglich muss es auch im ehemaligen Forsthaus zugegangen sein, das zuvor dort stand und dem Neubau weichen musste: "Wahrscheinlich ist schon Anfang des 17. Jahrhunderts der damaligen Forstschänke die Schankerlaubnis erteilt worden. Sie hat derzeit der Stadtverwaltung manchen Kummer bereitet, denn Aufgabe der damals in Diensten der Stadt Honovere stehenden 'Holzwächter' war es, den Holzdieben in der Eilenriede das Handwerk zu legen. Stattdessen tranken sie Broyhan in fröhlicher Runde und vergaßen darüber die Waldbewachung", wie Wolfgang Leonhardt in seinem Buch "100 Jahre Lister Turm" schreibt. Fröhlich ging es aber auch im neuen Lister Turm zu: wie weiter im Buch zu lesen, "war der Bier- und Kaffeegarten Ende des 19. Jahrhunderts mit immerhin 3.000 Sitzplätzen ein beliebtes Ausflugsziel der Hannoveraner."

Vom Postamt über Musikschule zum Freizeitheim

Nach dem zweiten Weltkrieg funktionierte die Britischen Militärregierung den neuen Lister Turm als Armeepoststelle um. Ab 1950 nutzte die Landesmusikschule die Räumlichkeiten für ihren Ausbildungsbetrieb, die 1973 schließlich als "Staatliche Hochschule für Musik und Theater" in einen Neubau am Emmichplatz auf der anderen Seite der Eilenriede einzog. Danach wurde der Lister Turm im Innern umgebaut und ist seither ein Freizeitheim und Stadtteilkulturzentrum mit attraktiven Programmen für Schulklassen und Kindergärten wie Experimentierwerkstätten, Theatergruppen und Waldexkursionen.

Menschen sitzen auf Bänken an Tischen unter Bäumen © hannover.de