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Erneuerung

Warum der Bahnhof zur Dauerbaustelle wird

Bereits drei Mal in der Geschichte des Hauptbahnhofs standen umfangreiche Umbauarbeiten auf dem Plan: Nun müssen sich Hannoveraner und Reisende auf neue Unannehmlichkeiten einstellen, denn im Jahr 2019 startet der Bahnhof in die nächste heiße Phase. 

Von Schutt und Asche bis zur Expo 2000

Nach der nahezu völligen Zerstörung des Bahnhofs im Zweiten Weltkrieg, war es erst nach vier Tagen möglich über ein Gleis wichtige Güter in die Stadt zu transportieren und Schwerverletzte in andere Unterbringungen zu überführen. Der Bahnhof musste nach Kriegsende fast komplett wieder aufgebaut werden. 

Der U-Bahn Bau

Etwa 10 Jahre nach erfolgreichem Wiederaufbau des Bahnhofsgebäudes wurde 1963 das größte Bauvorhaben in der neueren Geschichte der Landeshauptstadt eingeleitet: Der Bau der U-Bahn in Hannover. Für den Bau des Stadtbahntunnels, der darüber liegenden Passarelle und der Station mussten immer wieder Gleise gesperrt werden. Nachdem die nötigen Umbauarbeiten vollendet werden konnten, gestalteten Arbeiter zusätzlich Teile des Bahnhofsgebäudes neu. 

Umbau zur Expo 2000

Als Vorbereitung auf die Weltausstellung bekam auch Hannovers Hauptbahnhof wieder ein neues Gesicht. Das Empfangsgebäude wurde innen bis auf die Außenmauern entkernt und neu aufgebaut. Der Mitteltunnel wurde vergrößert um eine helle Atmosphäre mit Tageslichteinfall und die typische Einkaufspromenade im Hauptbahnhof zu schaffen. 

Der vierte Streich

Abgenutzte Gleisanlagen, bröckelnde Bahnsteigkanten, anfällige Rolltreppen und veraltete Personenaufzüge: Das nichts ewig währt, bekommen die Reisenden nun zu spüren. Die deutsche Bahn plant von 2019 bis 2029 umfangreiche Bauarbeiten. Dazu gehören laut Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis grundlegende Sanierung einzelner Brückenbauwerke sowie der gesamten Bahnsteigdächer. Es geht in erster Linie um die beiden Brücken rechts und links vom Bahnhof, aber auch um die Fußgängerzone im Gebäude. Für den Umbau "unterm laufenden Rad", das heißt im laufenden Betrieb, ist es immer wieder notwendig Gleispaare zu sperren. Die Bauarbeiten werden sich voraussichtlich auch auf dem Ernst-August-Platz bemerkbar machen. Dort plant die Bahn ­Container aufzustellen und in ihnen die Geschäfte unterbringen, die während der einzelnen Bauabschnitte in der Promenade aus Sicherheits- und Lärmschutzgründen geschlossen werden müssten.

Mögliche Erweiterung der Gleisanlage

Eine weitere Frage steht im Raum: Die Notwendigkeit eines neuen Gleises an der Nordseite des Bahnhofs. Dort wurde schon vor vielen Jahren Platz für eine mögliche Erweiterung frei gehalten. Der Neubau sei zum einen eine Entlastung während der Bauphase, denn der Gleisbau würde vor Sanierungsbeginn abgeschlossen werden. Des weiteren sei ein zusätzliches Gleis eine Entlastung für das künftig weiter steigende Verkehrsaufkommen am Knotenpunkt Hannover sicherstellen. Allerdings sind die Untersuchungen, ob ein solches Gleis wirklich notwendig ist, noch nicht abgeschlossen.