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In Kirchrode

Eiscafé Soravia

Das italienische Eiscafé im Zentrum des Stadtteils Kirchrode ist seit 1956 am Platz und seit genau 40 Jahren in den Händen von William Olivotti. Der klangvolle Namen wurde beibehalten, und auch sonst hat sich mit der Zeit erfreulicherweise kaum etwas verändert: noch immer stehen auf dem schmalen Gehweg vor der Tür nur vier Tische (mehr und vor allem sonnigere Sitzplätze gibt es auf der ruhigen Hof-Terrasse und an den drei Tischen hinterm Blumenladen gleich nebenan), nach wie vor trifft sich die Nachbarschaft gern auf einen Plausch mit William, und sein Eis ist so gut wie eh und je.

Klassisch, solide und ohne modischen Schnickschnack

Ein Glück, dass William Olivotti sich nicht für den Beruf des Skilehrers entschieden hat und lieber Eis machen wollte als buchstäblich darauf abzufahren. Es hätte nahe gelegen, denn in seinem Heimatdorf bei Cortina d’Ampezzo in den Dolomiten lernt man einfach schneller Skifahren als Laufen. Stattdessen verließ er mit 17 Jahren die Berge, reiste ins Flachland nach Hannover, jobbte im Soravia, übernahm 1987 das Geschäft und macht bis heute im Keller darunter jeden Tag erstklassige Eiscreme: in Handarbeit nach traditionellen Rezepturen, klassisch, solide und ohne modischen Schnickschnack. "Weniger ist mehr" meint William, deshalb beschränkt er sich auf rund 30 verschiedene Sorten – und selbst die finden nicht alle Platz in der kleinen Eisvitrine neben der Eingangstür. Am beliebtesten sind Joghurt mit Granatapfel oder Mohn und die erfrischend-cremige Limette, unbedingt probieren sollte man auch Weiße Schokolade und die neuen Sommersorten Joghurt-Pfirsich und Mango (1,10 Euro pro Kugel). Etwas größer ist die Auswahl in Williams zweitem Eiscafé Olivotti am Kantplatz im benachbarten Stadtteil Kleefeld: am großen Selbstbedienungstresen unterm venezianischen Kronleuchter aus Glas gibt es seit 2010 auch Frozen Yoghurt (pur, mit Früchten oder Nüssen) und so sahnig-süße Sorten wie Raffaello und Rocher.

Schnitzel mal anders

Deutlich schwerer fällt die Wahl bei den Eisbecher-Spezialitäten in der Karte, die William übrigens gern auch anliefert (nur in Kirchrode, Bemerode und Anderten zzgl. 2 Euro Anfahrtkosten). Einige der rund 80 verschiedenen Kreationen machen aus dem Eiscafé fast schon ein Gelati-Ristorante: neben Klassikern wie Bananen Split, Nuss-Becher und Spaghetti-Eis gibt es auch originelle Eiscreme-Speisen wie Cannelloni (Vanilleeis mit Karamell-Sauce, Sahne und Eierlikör), Lasagne (Vanilleeis mit Schokoladenstückchen, Erdbeer-Sauce und Sahne) oder Tagliatelle (Pistazieneis mit Heidelbeer-Sauce, Sahne und Krokant) sowie Schnitzel (Schoko- und Vanilleeis mit Aprikosen in Sirup, Sahne und geraspelter Schokolade), Spargel-Eis (Vanilleeis mit Pfirsichen, Sahne und Kiwi-Sirup) und Frühkartoffeln (Vanille- und Nuss-Eis mit Amarettopulver, Sahne, rotem Curaçao und Erdbeer-Sauce).

Fürst Pückler – Eisgenuss hoch drei

An kühlen Tagen empfiehlt sich ein Blick in die Sonderkarte mit ihren 16 Eisspezialitäten, die mit heißer Schokolade, verschiedenen Likören, Früchten und ganzen Nüssen zubereitet werden. Wärmstens zu empfehlen sind auch die selbst gebackenen Crêpes und Waffeln. Abschließend noch ein Tipp für Eiscreme-Nostalgiker: eine besondere Spezialität ist Fürst Pückler – die halbgefrorene Torte aus je einer Schicht Vanille-, Schokolade- und Erdbeereis war in den 1960er und 1970er Jahren in Mode und ist heute ein echter Klassiker.