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Wissenwertes

Zehn wenig bekannte Fakten über den Flughafen Hannover

Dass Hannovers Flughafen geografisch in der Nachbarstadt Langenhagen beheimatet ist, verrät spätestens die offizielle Bezeichnung der Flughafen Hannover-Langenhagen GmbH, auch wenn diese selbst nur vom Hannover Airport spricht. Doch spätestens bei Anfahrt wird dieser Fakt jedem Besucher klar. Nicht ganz so offensichtlich ist die Faktenlage bei den Themen Geo-Caching, Event-Location und "Tatort"-Tatort ...

"Am 26. April 1952 wurde der Flughafen Hannover-Langenhagen offiziell eröffnet und die Fluggesellschaften British European Airways, SAS Scandinavian Airlines und Pan American World Airways nahmen ihren Flugbetrieb auf. In den nächsten Jahren kamen KLM (1953), Air France (1954) und Lufthansa (1955) hinzu. Die erste Landung war ein Flug aus Berlin mit dem regierenden Bürgermeister Ernst Reuter an Bord." Diese und andere Fakten lassen sich dem Wikipedia-Eintrag zum Flughafen Hannover entnehmen. Hier folgen zehn weniger bekannte Tatsachen.


1. Der Airport ist eine Event-Location

Die meisten Besucher kennen den Flughafen nur als Ankunfts- oder Abflugsort, denn das ist schließlich auch die Hauptfunktion eines Airports. Der Flughafen Hannover ist jedoch ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus der gesamten Region Hannover und darüber hinaus.

Neben der obligatorischen Ausflugsterrasse gibt es hier auch eine Dauerausstellung zum Thema Fliegen, die daran erinnert, dass mit Karl Jatho einer der Flugpioniere aus Hannover stammt. Er soll einer der ersten Menschen gewesen sein, die einen motorisierten Flug durchgeführt haben. Dass bislang noch keine unabhängige Quelle dies mit Belegen bestätigen konnte, interessiert hier nur am Rande.

Auf große Interesse hingegen stieß die Lese-Reihe "Airleben & Airlesen", die am  15. Dezember 2014 ihre Premiere in der flughafeneigenen Eventlocation Skylight feierte. Seither finden prominente Autoren und Prominente, die unter die Autoren gegangen sind, ihren Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt. Für die Saison 2018/19 haben sich angekündigt: Henry Maske, Ilja Richter, Frank Elstner, Helmut Berger, Ruth Moschner, Dunja Rajter und Christine Neubauer. Ach ja, das alberne Wortspiel hat man dann sein gelassen und so heißt die Reihen nun "Erleben & Erlesen".

Etwas ernsthafter ist die Vortragsreihe "Vom Flughafenfan zum Experten" angelegt: In Zusammenarbeit mit der Deutschen Flugsicherung bietet der Flughafen einmal im Monat Themenabende von der Radartechnik bis zum Orientierug am Flughafen an:

Der Flughafen ist aber auch ein prima Ort, um einen spannenden Kindergeburtstag oder Betriebsausflug zu feiern. Im Mittelpunkt steht dabei eine Flughafenführung, die die Gäste in Bereiche bringt, die sonst nicht betreten dürften: ins Innere der Gepäckförderanlage, mit dem Bus auf das Vorfeld und zur Flughafen-Feuerwehr zwischen den Landebahnen.

  


2. Am Flughafen sind Schätze versteckt

Eigentlich ist ein Flughafen ein denkbar ungeeigneter Ort, um sich "bewaffnet" mit Handy oder Kompass auf Schatzsuche zu begeben. Könnte doch sehr schnell verdächtig wirken ... Doch in Hannover ist das anders, denn die Geschäftsleitung hat eine offizielle Genehmigung und Betriebserlaubnis für das Hannover Airport Trackable-Hotel erteilt. Achtung, Spoiler-Alarm: Wer selbst nach diesem suchen möchte, sollte nicht weiterlesen und gleich zum nächsten Absatz springen! Im Airport Service Center in der Ankunftsebene von Terminal B ist ein Cache für sogenannte Trackables versteckt, die Mitarbeiter wissen Bescheid. Trackables werden von Geocachern von Geocache zu Geocache mitgenommen. Sie verfolgen meist ein spezielles Ziel. So soll sich ein Trackable beispielsweise nur in einem bestimmten Land aufhalten, ein bestimmtes Ziel erreichen, bevorzugt nur an bestimmten Orten abgelegt werden oder so weit wie möglich reisen. 

Aber auch außerhalb des Flughafengebäudes werden Geo-Cacher fündig. Wo und wie verrät die Tour "Internationale Ge(o)heimnisse:


3. Hier wurden zuerst Körper gescannt

Deutschland-Premiere: Am Flughafen Hannover gingen drei hochmoderne Sicherheitsscanner im November 2016 ganz offiziell in den Dauerbetrieb. Zuvor war ein Test-Gerät erprobt worden.

Laut Flughafen-Polizei werden die Apparate gut angenommen. Noch vor Jahren galten sie als hoch umstritten und als möglicherweise gesundheitsgefährdende "Nacktscanner".


4. Hier kann man "Last Minute" fast wörtlich nehmen

Lust auf ein kleines Urlaubsabenteuer? Okay: Man nehme ein festen Geldbetrag, packe seinen Koffer und nehme jemanden mit zum größten Reisemarkt Norddeutschlands. Müsste doch klappen, dass man an einem der 50 Reisebüros buchen und schon in der Nacht in den Flieger steigen kann.  Denn hier sind alle namhaften Reiseveranstalter mit Reisebüros vertreten und bieten eine große Angebotsvielfalt zu günstigen Last-Minute-Preisen. Vom kurzen Städtetrip bis zur ausgedehnten Mittelmeer-Kreuzfahrt ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Öffnungszeiten täglich von 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr, zu finden in der Abflugebene innerhalb und zwischen den Terminals B und C


5. Der Flughafen verkauft schmutzige Wäsche – wenn's dumm läuft

Brillantringe oder Babynahrung? Heiße Fotos oder schmutzige Wäsche? High-Tech-Devices oder Omas Kreuzworträtsel? Schon diese Alternativen zeigen die Spannweite dessen, was sich die Meistbietenden bei den Kofferversteigerungen am Flughafen Hannover erhoffen dürfen oder aber zu befürchten haben. Einmal im Jahr kommen hier Fundstücke unter den Hammer, deren Besitzer nicht mehr ermittelt werden konnten. Aber weiß denn wirklich niemand, was sich in Koffern befindet?  Eigentlich schon, denn verlorenes Reisegepäck wird nach dem Fund nach Hinweisen auf den Besitzer durchsucht. Außerdem fahndet der Zoll nach illegalem Inhalt wie Schmuggelware oder Drogen. Auch gefundene Geldbeträge werden entnommen. Danach werden die Gepäckstücke aufbewahrt und gehen nach drei Monaten in das  Eigentum der Fluggesellschaften oder des Flughafens über. Listen über die Inhalte werden jedoch nicht geführt, so dass auch die Mitarbeiter bei der Versteigerung nicht wissen, ob sie gerade schicke Smartphones oder schmutzige Wäsche versteigern. Mehrere tausend Neugierige lockt die Veranstaltung jedes Mal an, versteigert werden rund 50 Koffer und Reisetaschen sowie andere offen liegen gelassene Fundsachen wie Kameras, Kinderkarren und Kettensägen. 


6. Hier heben Piloten einfach nicht ab

Am Airport Hannover kann man sogar selber fliegen, ohne den Boden zu verlassen. Wie das geht? Mit einem der originalgetreuen Flugsimulatoren eines Airbus A320 und einer Boeing B737, die Teil der Dauerausstellung "Welt der Luftfahrt" sind. Ein Trainer weist die Piloten in spe 30 Minuten lang ein, damit die folgenden 60 Minuten Flugzeit nicht mit Herumprobieren vertändelt werden. Denn ganz billig ist der Spaß nicht: 149 Euro sind zu berappen (Stand: Juli 2018). Dafür erhält man auf Wunsch eine DVD seines Fluges, ein Softgetränk und kann aus über 24.000 Airports seine Start- und Zielorte festlegen. Wer Azubi ist und am Projekt "Follow Me Next Generation" der Region Hannover teilnimmt, kann sogar umsonst abheben:


7. Der Airport war schon mal "Tatort"-Tatort, genauer gesagt: zwei Mal

Der Flughafen ist eine beliebte Kulisse für Filmproduktionen, Musik-Videos oder Fotoshootings. In der jüngeren "Tatort"-Geschichte wurde der Airport gleich zwei Mal zum Tatort.

In der Folge "Das Gespenst" aus dem Jahr 2009 war der Flughafen Kulisse für die tödliche Eröffnungssequenz. Der gewaltsame Todesfall ereignete sich bei einer eigentlich routinemäßigen Personenkontrolle – diesmal ist jedoch die kontrollierte Person in Panik geraten und hat den Polizisten erschossen. Bei der Suche nach dem Täter muss Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) leider auf die Aufnahmen der Sicherheitskameras verzichten, denn diese haben ausgerechnet zur Tatzeit gestreikt. Aber war es wirklich ein Zufall, dass alle Überwachungskameras in diesem Flughafenbereich zur selben Zeit ausgefallen sind? 

Mann und Frau © Nordmedia

Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring

In der "Zorn Gottes" (Erstausstrahlung 2016) ist Kommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) eigentlich nur auf der Durchreise in Hannover – wäre da nicht eine aus dem Flugzeug in einen Pool gefallene Leiche. Gemeinsam mit der Bundespolizistin Julia Grosz (Franziska Weisz), entdeckt er ein Leck im Sicherheitssystem des Flughafens und die Spur zu einem IS-Rückkehrer. Die Musik zu dieser Tatort-Episode stammt ebenfalls aus Hannover. Kein Geringerer als Mousse T. besorgte den Soundtrack. Und über den "Auftritt" des Flughafens schreibt Kino.de "'Zorn Gottes' ein sehenswerter Tatort, zumal das Kunststück gelungen ist, dem nüchternen Schauplatz dank seines ästhetischen Konzepts bemerkenswerte Bilder abzugewinnen.“


8. In Langenhagen kann man einen Cabrio-Stadtrundflug buchen

Der Hannover Airport ist Heimatflughafen von Tuifly. Im Herbst 2018 stationiert die Urlaubs-Airline ihre sechste Maschine am Flughafen Hannover, laut Mitteilung sollen dadurch mehr Flüge nach Antalya, Gran Canaria, Hurghada, Mallorca und Marsa Ala angeboten werden. Kein Wunder, dass die meisten Besucher des Flughafens nur an weiter entfernte Ziele denken und nicht an einen Stadtrundflug. Schade eigentlich, denn in Hannover kann man nicht nur bei einem Stadtrundflug mitfliegen, sondern selbst auf den Pilotensessel steigen. Zur Auswahl stehen Cessna, Gyrokopter, Ultraleichtflugzeug und Helikopter, bei den zwei letztgenannten erklärt auf Wunsch ein Fluglehrer Technik und Cockpit und begleitet den stolzen Amateurpiloten. Ein Flugschein ist dafür nicht erforderlich. Diese Seite informiert über Preise und Rahmenbedingungen


9. Touristen gähnen im HAJ häufiger als anderswo

Wer als Pauschaltourist ab Hannover in den Urlaub fliegt, macht häufig große (soll heißen: müde) Augen. Abflüge um 2, 3 oder 4 Uhr morgens sind hier keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Was für Ankünfte natürliche ebenso gilt. Denn neben Köln/Bonn und Nürnberg gehört Hannover zu den drei großen deutschen Flughäfen ohne Nachtflugbeschränkung. Wenn in Hamburg oder Bremen schon die Rollläden heruntergelassen werden, geht's am Airport der Niedersächsischen Landeshauptstadt erst richtig los. Dem hat sich auch die S-Bahn Hannover angepasst: Während auf den meisten S-Bahn-Linien der Verkehr in der Nacht für vier bis fünf Stunden ruht, sind es am Flughafen nur rund drei Stunden. 


10. Auch als Achter ist man häufig Spitze

Zugegeben: Unter den Großflughäfen in Deutschland zählt Hannover eher zu den kleineren, denn maximal 8 Millionen Fluggäste können hier pro Jahr in die Luft gehen und damit liegt man in Deutschland an achter Stelle. Spitzenreiter Frankfurt hingegen hat Kapazitäten für bis zu 65 Millionen Reisende. Doch wenn es um Kundenfreundlichkeit, Sicherheit, nachhaltiges Umweltmanagement oder Service geht, ist der Hannover Airport stets auf den vordersten Plätzen zu finden, wie die folgende Auswahl an Testergebnissen zeigt:

  • Familienfreundlichens Unternehmen
    Der Flughafen Hannover ist 2016 und 2017 Branchengewinner unter den Flughäfen bis 8 Mio. Passagiere pro Jahr bei der deutschlandweiten Kundenbefragung von ServiceValue in Kooperation mit der "Welt am Sonntag" und der Goethe-Universität Frankfurt.
     
  • Google-Ranking
    Der FTI-Reiseblog hat 2017 über über 17.000 Google-Rezensionen zu den 15 größten Airports in Deutschland ausgewertet. Hannover belegt hier mit 4,2 von 5 möglichen Sternen Platz zwei.
     
  • Nachhaltiges Engagement
    Der Hannover Airport wurde mit dem Deutschlandtest-Siegel "Nachhaltiges Engagement" ausgezeichnet und belegt somit den ersten Platz, vor Bremen, Leipzig/Halle und Dresden, in der Rubrik kleine Flughäfen in Deutschland. Die Basis dieser Verbraucherumfrage ist eine breit angelegte Untersuchung von "Deutschland Test" und ServiceValue.
     
  • Service ChampionNach der Studie des Marktforschungsunternehmen ServiceValue GmbH, der Goethe-Universität in Frankfurt und der Tageszeitung "Die Welt", konnte sich der Hannover Airport 2014, 2015 und 2016 über die höchste Kundenzufriedenheit aller deutschen Airports bis acht Millionen Fluggästen freuen.