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Sechs kleine computergenerierte Fantasy-Gestalten. © Ambient Entertainment

Die Gayaner in der Menschenwelt.

Animation

Back to Gaya (2004)

Die Regisseure Lenard F. Krawinkel und Holger Tappe schufen mit "Back to Gaya" den ersten in Deutschland komplett per Computer animierten Kinofilm. Das 92minütige Fantasy-Abenteuer wurde in den Studios von Ambient Entertainment in Hannovers Südstadt produziert und war am 18. März 2004 erstmals in den deutschen Kinos zu sehen.

Auf Abenteuerreise zwischen Fantasie und Wirklichkeit

"Back To Gaya" ist ein Animationsfilm für die ganze Familie, der von kleinen Wesen mit sehr langen Ohren erzählt, die friedlich und fröhlich in der wundersamen und kunterbunten Welt von Gaya leben. Was seine putzigen Bewohner bislang nicht wussten: Ihre Heimat existiert eigentlich gar nicht, ein Drehbuchautor hat sie sich ausgedacht und die Gayaner sind nur die Figuren in einer Fernsehserie für Menschenkinder. Aber es kommt noch schlimmer, denn ihr "Damalit" wurde von einem verrückten Professor gestohlen und ist auf mysteriöse Weise in die wirkliche Welt der Menschen gelangt. Der magische Stein ist die einzige Energiequelle von Gaya, ohne ihn würden seine Bewohner und ihre Fantasiewelt aufhören zu existieren.

Und so machen sich die drei kleinen Gayaner Buu, Zino und Atlanta mutig auf die Reise in die Realität der Menschen, um nach diesem lebenswichtigen Kristall zu suchen. Doch ihnen bleibt nur wenig Zeit, denn wenn sie nicht bis zum Sendetermin der nächsten Fernsehfolge zurück sind, würde Gaya für immer vom Bildschirm verschwinden.  Ein großer Spaß sind auch die Stimmen der computeranimierten Helden: Michael "Bully" Herbig spricht den genialen Erfinder Buu, der Schauspieler Torsten Münchow hat den Part für Gayas Nationalhelden Zino übernommen und Vanessa Petruo von den "No Angels" verleiht der tapferen Bürgermeistertochter Atlanta ihr unvergleichliches Timbre.

Drehorte in Hannover

Eine Turnhalle in Hannover wurde für einen ungewöhnlichen Dreh genutzt: Die Ambient Entertainment GmbH hat für das "Motion-Capturing" die Sportgeräte gegen ihr High-Tech-Equipment ausgetauscht. Schauspieler in präparierten Kostümen spielten  kurze Sequenzen, dabei wurden kleine Kugeln an den Kostümen als Punkte von Infrarot-Kameras aufgenommen. Über dieses spezielle Verfahren wurden die Bewegungen der Schauspieler aufgenommen und digitalisiert. Dadurch bekamen die Figuren später im Film natürlichere Bewegungen. Auch wenn die animierte Menschenwelt im Film aus Gründen der internationalen Vermarktung eher als amerikanische Großstadt visualisiert wurde, erinnert ein Flug über die Dächer der Stadt dennoch architektonisch an Hannovers Südstadt.

Uraufführung im Opernhaus

Zum Deutschlandstart gab es im März 2004 im Opernhaus Hannover eine ganz besondere Premiere des Films: Das Niedersächsische Staatsorchester spielte live zum Film die von Michael Kamen komponierte Musik. Eigentlich wollte Kamen selbst dirigieren, doch der Amerikaner verstarb im November 2003.

Folgeproduktionen

Nach "Back to Gaya" sind in der ruhigen Nebenstraße in der Südstadt folgende Filme komplett am Computer gedreht worden – vom digitalen Casting, über die Szenenauswahl und die Beleuchtung bis hin zur Tonkulisse.

  • 2006: Urmel aus dem Eis
  • 2008: Urmel voll in Fahrt
  • 2010: Konferenz der Tiere (der erste 3D-Animationsfilm Deutschlands)
  • 2011: Das Geheimnis von Schloss Balthasar (für den Europapark in Rust)
  • 2013: Tarzan (3 D)