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Sanierung der Arkaden

Aufwertung des Emmichplatzes

Seit mehr als 40 Jahren fördert die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung das Allgemeinwohl nicht nur in Hannover. Seit gut 25 Jahren geschieht das in zum Teil enger Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover. Jüngstes Beispiel ist die Sanierung der historischen Arkaden vor der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) am Emmichplatz. Die Stadt hat das direkte Umfeld durch Bänke, Bepflanzungen und Pflasterungen aufgewertet.

Die Arkaden am Emmichplatz © LHH (Neue Medien)

Die Arkaden am Emmichplatz

"Wieder einmal trägt das unermüdliche Engagement der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung in Hannover schönste Früchte", freut sich Oberbürgermeister Stefan Schostok anlässlich der Einweihung des sanierten Platzensembles am 9. September. "Der Initiative von Professor Huch ist es zu verdanken, dass der Emmichplatz zu einem Entree der Eilenriede und für die Musikhochschule werden konnte, das der Bedeutung des Platzes und der Musikhochschule entspricht", dankt Schostok dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung.

"Den in die Jahre gekommenen Zustand der Arkaden habe ich bei Konzertbesuchen in der Musikhochschule immer wieder sehr bedauert. Er passte so gar nicht zu der Erinnerung an das 1970 zu Gunsten der Musikhochschule abgerissene traditionsreiche Neue Haus – und zu der Schönheit der Musik, die heute hier zu hören ist", erläutert Prof. Dr. Burkhard Huch. "Im Sinne von Klaus Bahlsen, der in der Hohenzollernstraße aufwuchs und den Städtebau in Hannover als Förderschwerpunkt seiner Stiftung aufgenommen hatte, hat die Stiftung bei der Stadt die Restaurierung der Arkaden angeregt und 75.000 Euro zur Verfügung gestellt. Zugleich wollten wir mit der Aufwertung der Eingangssituation der Musikhochschule einen kulturellen Gegenpol zur Oper auf der Achse Theater- und Königstraße setzen."

"Wie ein Passepartout rahmen die historischen Arkaden des ‚Neuen Hauses‘ den unauffälligen Arbeitseingang des 'neuen' Gebäudes der HMTMH. Es ist eine ganz besondere Verbindung von Tradition und Innovation, und zugleich ein architektonisches Zeichen für die Wandlung von Städtebau und städtischer Kultur", beschreibt Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der HMTMH, das Ensemble. "Wir sind der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung und der Stadt sehr dankbar, dass durch den Impuls und die Zusammenarbeit bei der Umsetzung dieser Ort nun in Szene gesetzt ist und Natur und Kultur am Emmichplatz in eine neue Ordnung zueinander gebracht wurden." Rode-Breymann verweist dabei auch auf die anstehende (Beton-)Renovierung des Musikhochschul-Gebäudes und wünscht sich: "Dem 'Neuen Haus' und dem denkmalgeschützten Neubau der 1970er Jahre muss im 21. Jahrhundert ein nächstes 'neues' Haus folgen."

Sanierungsarbeiten

Bei der Sanierung der Arkaden wurde darauf geachtet, Substanz und Kriegsspuren zu erhalten und damit den Denkmalschutz zu wahren. Sitzmauern im Eingangsbereich der Hochschule, Pflasterung, Bepflanzung, Strukturierung der Beete und Abgrenzungen am Übergang zur Eilenriede sowie neue Citybänke gestalten den Platz. Planung und Ausführung haben etwa zwei Jahre gedauert. Die Gesamtkosten betragen rund 150.000 Euro.

Überreste des Konzert-Cafés "Neues Haus"

Die Arkaden sind letzte Überreste des "Neuen Hauses", des 1894 erbauten Konzert-Cafés mit großem Konzertgarten, das lange als Hannovers schönste Waldwirtschaft galt. Nach Bombenschäden wurde es ab 1948 von der Stadt als Restaurant und Kaffeegarten für mehr als 1.100 Besucherinnen und Besucher geführt, verlor aber an Bedeutung. An der Stelle des alten Gebäudes befindet sich seit 1973 die Musikhochschule in Trägerschaft des Landes Niedersachsen.