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Tradition

Beim Papagoyen-Schießen mitmachen

2013 hat der Verein Hannoversches Schützenfest den historischen Brauch des Papagoyenschießens wiederauferstehen lassen. Seitdem wird jedes Jahr ein neuer "Papageienkönig" gesucht.

Menschen an einem Schießstand und in einer Festhalle. © Thomas Schirmacher

Das Papagoyenschießen 2016.

Vor rund vier Jahren bat der Verein Hannoversches Schützenfest das Collegium der ehemaligen Bruchmeister um einen traditionellen Beitrag zum hannoverschen Schützenfest. Die Männer entschieden sich für den Brauch des Papagoyenschießens, besser bekannt als "Papageienschießen". Die Geschichte dahinter geht zurück ins Hannover des 14. Jahrhunderts.

"...do se Papeghoyen shoten..."

1384 wurde erstmals urkundlich erwähnt, dass die Schützen der Stadt auf einen Papagei aus Holz geschossen haben. Auf diese Weise konnte die Wehrfähigkeit der Männer geprüft und gleichzeitig die Treffsicherheit trainiert werden. Das war damals von elementarer Bedeutung, um die Stadt im Falle eines Angriffs ausreichend verteidigen zu können. Das Papageienschießen als solches stieß auch in der breiten Bevölkerung auf Anklang und schon bald nahmen nicht nur bezahlte Schützen, sondern auch andere Bürger an den Übungen teil. Dies missfiel dem damaligen Herzogs Wilhelm zu Braunschweig und Lüneburg. In einem Brief an den Stadtrat bekundete er 1468 schließlich seinen Unmut.

Die Geburtsstunde des Schützenfest Hannover

Trotz allem entwickelte sich das Papagoyenschießen zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung, die Bürgerinnen und Bürger dazu verleitete, sich zu treffen und zu feiern – die Geburtsstunde des hannoverschen Schützenfestes! Von dieser Sternstunde Hannovers zeugt heute noch ein Relief am Neuen Rathaus. Auf der Vorderseite des Gebäudes, direkt am Büro des Oberbürgermeisters Schostok, zeigt ein Motiv einen Schützen, der gerade auf einen Papageien schießt.

Wer wird "Papageienkönig" 2017?

2013 ist die Tradition auf den Schützenplatz zurückgekehrt. Auch 2017 soll wieder ein "Papageienkönig" ermittelt werden. Interessierte Besucher ab 14 Jahren finden sich am Mittwoch, den 5. Juli um 15 Uhr auf dem Schützenplatz am Rundteil ein. Für die Teilnahme wird nur eine geringe Gebühr erhoben, die anschließend einem gemeinnützigen Zweck gespendet wird.

So wird der Vogel abgeschossen

Aus zehn Metern Entfernung wird mit einem Luftgewehr auf den Holzvogel geschossen. Ziel ist es, einen Teil des Vogels abzuschießen, wofür es dann einen Ansteckorden gibt. Schafft es ein Teilnehmer am Ende, das Reststück des Holzvogels abzuschießen, bekommt er einen Siegerpokal. Daher stammt übrigens auch das Sprichtwort "Den Vogel abschießen".