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Großer Tiger mit drei kleinen Tigern © Erlebnis-Zoo Hannover

Tigermama Alexa mit ihren drei Tigerjungen auf der Außenanlage des Dschungelpalastes im Zoo Hannover

Neues vom Tigernachwuchs

Tigerdrillinge im Zoo erobern ihr Reich

Update: Der Tigernachwuchs ist seit 20. Juni täglich drei Stunden auf der Außenlage des Dschungelpalastes unterwegs. Die Sibirischen Tiger-Drillinge im Erlebnis-Zoo Hannover dürfen seit 14. Juni ihre Wurfbox verlassen und draußen toben. Zunächst einmal durften sie täglich 90 Minuten draußen sein, nun haben sie noch länger "Freigang" – täglich zwischen 11 und 14 Uhr. In dieser Zeit sind die Fellknäuel auf Riesentatzen mit etwas Glück auch für die Zoobesucher zu sehen.

Großer Tiger mit einem kleinen Tiger © Erlebnis-Zoo Hannover

Immer in der Nähe: Tigermama Alexa ist immer für ihren Nachwuchs da.

Auf ins Abenteuer! Die ersten acht Wochen verbrachte der am 12. April geborene Nachwuchs der Sibirischen Tiger im Erlebnis-Zoo Hannover in der kuscheligen Wurfbox hinter den Kulissen. Jetzt sind die quirligen Drillinge groß genug, um ihr Reich im Dschungelpalast zu erobern.

Tigerbabys auf Entdeckungstour

Raschelnder Bambus, weicher Sand, Wasser, Wind – draußen warten viele neue Eindrücke auf die Tigerdrillinge. Säulen und Stufen wollen erklettert, Holzstämme zerkratzt, Grashalme erlegt werden. Unter den wachsamen Augen von Mutter Alexa schleichen die kleinen Tiger durch das hohe Gras, pirschen sich an Schmetterlinge an, plantschen im Wasser – um dann gleich wieder bei Alexa "Schutz" zu suchen und ausgiebig mit ihr zu toben.

"Alexa zeigt sich auch auf der Außenanlage als sehr fürsorgliche Mutter", erklärt Tierpflegerin Dörte Burdorf, "sie lässt den Kleinen Entdeckungsraum, holt sie aber gleich wieder zu sich, wenn einer ruft oder ihr etwas nicht geheuer ist." 

Vater Aljoscha hat seinen Nachwuchs übrigens noch nicht kennengelernt, sondern bleibt dem Wurf lehrbuchmäßig fern. Kommen die Kleinen zurück von ihrer Entdeckungstour, erkundet er die Außenanlage und alle Spuren, die die Drillinge mit den Minitatzen hinterlassen haben.

Eingeschränkte "Besuchszeiten"

Noch werden die Mini-Tiger allerdings schnell müde und sind daher erst einmal stundenweise zu sehen. Zunächst hatten die kleinen Tiger zwischen 12.30 und 14 Uhr die Möglichkeit, ihr Gehege zu erkunden – wenn sie denn möchten. "Die Öffnung zu ihrer vertrauten Wurfhöhle bleibt geöffnet, damit sich Mutter und Kinder immer zurückziehen können, falls sie das möchten", erklärt Dörte Burdorf. "Aber die Kleinen werden zusehends kräftiger und neugieriger und werden dementsprechend von Woche zu Woche länger draußen bleiben", so die Tierpflegerin.

Update: Erweiterte "Besuchszeiten"

Wie der Erlebnis-Zoo Hannover am 20. Juni auf seiner Facebookseite bekanntgab, dürfen die Tigerjungen nun bereits länger draußen sein. Die gestreiften Drillinge sind nun täglich von 11 bis 14 Uhr zu besuchen. (Stand: 21. Juni 2019)

Ein hannoversches Unternehmen als Pate

Die Patenschaft für die Tiger-Drillinge hat das hannoversche Unternehmen "Globos" übernommen. Der Anbieter für Barcode-Lösungen und die Tiger haben eine ganz deutliche Gemeinsamkeit: Streifen! Globos bleibt mit der Patenschaft seinem Motto "Starke Streifen" treu und unterstützt nicht nur Tiger-Vater Aljoscha, sondern jetzt auch seinen Nachwuchs. "Nach den vielen Jahren der Verbundenheit mit dem Erlebnis-Zoo Hannover, gehören unsere Patentiere mittlerweile fest zur Globos-Familie. Da der Tiger von klein auf mein Lieblingstier ist, freue ich mich umso mehr über den dreifachen Nachwuchs," erklärt Olaf Sauer, der Geschäftsführer von Globos.

Namenssuche

Gemeinsam mit Tiger-Pate und Globos-Geschäftsführer Olaf Sauer wird in Kürze entschieden, wie die Namen für die drei Tigerkinder gesucht werden.

Hintergrund

Alexa (4) und Aljoscha (4) kamen vor zwei Jahren im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover. Der Sibirische Tiger ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als "gefährdet" eingestuft. In Russland leben nur rund 500 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren.

(Veröffentlicht am 14. Juni 2019, aktualisiert am 21. Juni 2019)