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Projekt

Lebende Bücher

Zwölf "Lebende Bücher": Künstler/innen, Unternehmer/innen, Wissenschaftler/inen und Journalist/innen kommen mit Schüler/innen ins Gespräch und begeben sich einen Tag lang auf eine spannende Reise durch die vielfäl­tigen Biographien und erforschen die Lebens­wege und Berufe der Hannoveraner/innen. 

Wie wird man Kabarettist/in, Förster/in oder Bioladenbesitzer/in? Warum ist es spannend Musik aus Vogelstimmen oder Fabrikgeräuschen zu machen? Diese und weitere spannende Fragen wurden am Mittwoch, dem 30. Mai, im Stadtteilzentrum KroKuS erörtert.

Der Ablauf:

Jedes "Lebende Buch" tauscht sich mit einer Gruppe von etwa 20 SchülerInnen aus. Die Gespräche dauern 30 Minuten und danach wech­selt die Gruppe. Insgesamt können die Ju­gendlichen drei "Lebende Bücher"

  • ausleihen,
  • lesen und
  • erleben.

Ziel des Projektes ist es durch lebendige Wissensvermittlung unterschiedliche Lebensläufe kennen zu lernen, andere Perspektiven einzunehmen und Vielfalt sichtbar zu machen.

"Lebende Bücher" oder "Living Library" 

Die erste "Living Library" wurde im Jahr 2000 auf dem Musikfestival in Roskilde (Dä­nemark) von der dänischen Jugendinitiative "Stop the Violence" organisiert. Bei dieser besonderen Art von Bibliothek können die Nutzer/innen nicht Medien im üblichen Sinne ausleihen. Die Informationsträger sind Men­schen, die sich für ein Gespräch zur Verfü­gung stellen. 2009 wurde das Projekt zum ersten Mal im Stadtteilzentrum KroKuS ange­boten. In Deutschland sind nur wenige Pro­jekte dieser Art bekannt.

Lebende Bücher ist eine jährliche Veranstaltung im Stadtteilzentrum

Das Projekt wurde vom Stadtteilzentrum KroKuS modifiziert und an die Zielgruppe "Schüler/innen" angepasst. An der Veranstaltung nehmen jährlich alle 8. Klassen (ca. 170 SchülerInnen) der IGS Kronsberg teil. Die Vorbereitungen der Schüler/innen auf die "Lebenden Bücher" beginnen Monate vor der Veranstaltung im Rahmen des Schulunterrichts. Im Lehrplan bildet das Schwerpunktthema "Biographien" eine inhaltliche Klammer zu den "Lebenden Büchern". 

Das Projekt wird finanziell von den Freunden der Stadtbibliothek Hannover e.V. und dem Förderverein IGS Kronsberg e.V. unterstützt.